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FLAWIL: Meistertitel geht in den Thurgau

Der erste Berufsmeister der Milchtechnologen heisst Timon Vogel. Der «Drittjahr-Stift» aus Schönholzerswilen ist einer der 25 Lernenden des BZWU, die sich am Samstag im «Mattenhof» Flawil dem Wettbewerb stellten und die Chance nutzten, die Lehrabschlussprüfung zu proben.
Andrea Häusler
Unter den gestrengen Blicken der beiden Experten nimmt Silas Käser aus Wigoltingen, Milchtechnologe im dritten Lehrjahr, die Schau-Pasteurisierungsanlage im «Mattenhof» in Betrieb. (Bild: Andrea Häusler)

Unter den gestrengen Blicken der beiden Experten nimmt Silas Käser aus Wigoltingen, Milchtechnologe im dritten Lehrjahr, die Schau-Pasteurisierungsanlage im «Mattenhof» in Betrieb. (Bild: Andrea Häusler)

Die Würfel sind gefallen, die besten angehenden Milchtechnologen der Ostschweiz ermittelt. In einem fordernden Wettkampf über vier Posten hatten die 25 im dritten Lehrjahr Lernenden ihr berufliches Können unter den erschwerten Bedingungen einer Prüfungssituation zu beweisen. 15 Experten bewerteten die Leistungen, verteilten Punkte, die sich letztlich in Podest- und Auszeichnungsrängen, Preisen und Urkunden niederschlugen.

Nachwuchsrekrutierung

«Die erste Berufsmeisterschaft der angehenden Käser/Molkeristen oder eben <Milchtechnologen> ist Teil der Ausbildungsoffensive, welche die Bildungskommission Milchberufe Ostschweiz in Zusammenarbeit mit dem Berufs- und Weiterbildungszentrum Wil-Uzwil (BZWU) vor drei Jahren zur Förderung des Berufsnachwuchses lanciert hatte», sagte OK-Präsident Felix Tschirky, Prorektor am BZWU. So, wie auch die Erneuerung der Ausbildungsinfrastrukturen an der Berufsfachschule in Flawil im vergangenen Jahr Teil dieses Efforts gewesen sei.

Schau für die Öffentlichkeit

Gerade weil die Berufsmeisterschaft Ost die Ausbildung bewerben soll, wurden die Wettbewerbe öffentlich durchgeführt. Das Publikum hatte die Möglichkeiten, die Prüfungen live mitzuverfolgen: vor der Michbehandlungsanlage, den Laborräumen, wo Joghurt und Milch zu analysieren waren, oder im Videoraum. Neben den praktischen Qualifikationen wurde auch das theoretische Wissen der Kandidatinnen und Kandidaten geprüft. Den Rahmen der aufwendig gestalteten Berufsmeisterschaft bildeten die «Erlebniswelt Milchverarbeitung» mit Degustation von etwa 150 Käsesorten und Milchprodukten, verschiedenen Informationen und einer Ausstellung von Anlagenkomponenten. Gelegenheit zum selber Experimentieren bot ein Stand, an dem Frischkäse aromatisiert werden konnte: ein Magnet für die Oberstufenschüler, die damit Einblick in die Welt der Milchtechnologen erhielten und etwas «gluschtig» auf den Beruf gemacht werden sollten.

Schweizer Meisterschaft als Ziel

An der Preisverleihung betonte FDP-Ständerätin Karin Keller-Sutter, Wil, die einmalige Qualität des Schweizerischen Bildungssystems und machte den Lehrabgängern Mut, die Zukunft aktiv anzupacken. Ein erfolgreiches Beispiel dafür, wie dies vonstatten gehen kann, war Käser Walter Räss. Der Produzent des «Chällerhockers» überreichte dem ersten Berufsmeister, Timon Vogel aus Schönholzerswilen seinen gespendeten Spezialpreis – eine dreitägige Fachreise an die Cheese Berlin. Für Berufsvizemeister Martin Bürki aus Oberegg und den drittplazierten Severin Gübeli aus Mosnang gab es, nebst einer Ehrenurkunde, ein Käsemesser mit Gravur. Leer ging keiner der Teilnehmenden aus. Ein Drittel aller Kandidatinnen und Kandidaten erhielt eine Auszeichnung und die restlichen Teilnehmenden ein Taschenmesser als Erinnerungsgeschenk.

«Bisherige Wettbewerbe der Branche beschränkten sich auf Käseprämierungen. Die neue Form einer Berufsmeisterschaft beurteilt dagegen die berufliche Fachkompetenz der jungen Leute», sagte Felix Tschirky abschliessend. Ziel sei es, auch die übrigen Regionalverbände zur Durchführung solcher Meisterschaften zu motivieren – als Selektionswettbewerbe für eine Schweizer Meisterschaft.

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