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FLAWIL: Kühe, Käse und ein Kind

Zweimal ist Beat Schiltknecht von Imagevideo Flawil quer durch den Kanton St. Gallen gefahren, hat mit der Kamera Szenerien aus dem bäuerlichen Alltag eingefangen. Entstanden ist ein Kurzfilm von 4,38 Minuten – realisiert im Auftrag des St. Galler Bauernverbands.
Andrea Häusler
Der gut vierminütige Imagefilm des St. Galler Bauernverbands, eine Produktion des Flawilers Beat Schiltknecht, ist seit wenigen Tagen auf der Verbands-Homepage aufgeschaltet. (Bild: Andrea Häusler)

Der gut vierminütige Imagefilm des St. Galler Bauernverbands, eine Produktion des Flawilers Beat Schiltknecht, ist seit wenigen Tagen auf der Verbands-Homepage aufgeschaltet. (Bild: Andrea Häusler)

Andrea Häusler

andrea.haeusler@wilerzeitung.ch

Vier Wochen vor der Eidgenös­sischen Abstimmung über die «Er­nährungssicherheit» präsentiert sich die St. Galler Landwirtschaft in einem Imagefilm des kantonalen Bauernverbands im Internet. «Eher ein zeitlicher Zufall», mutmasst Beat Schiltknecht, der die Produktion im Auftrag der bäuerlichen Dachorganisation umgesetzt hat. Zumal das Projekt bereits im Frühjahr aufgegleist ­worden sei. Die Vorbereitungen für einen solchen Kurzfilm be­anspruchten Zeit, macht er klar. Dabei gehe es nicht in erster ­Linie um organisatorische Be­lange, rechtliche Abklärungen oder finanzielle Fragen. «Das Produkt muss stimmen und auf den ­geplanten Verwendungszweck – Schulung, Ausstellung, Internet usw. – zugeschnitten sein», sagt Beat Schiltknecht. Dafür müssten sich Produzent und Kunde erst finden. Er gibt unumwunden zu, dass er in diesem Prozess zuweilen die Rolle des Spielverderbers einnimmt. Dann nämlich, wenn der Kunde sein Produkt oder seine Dienstleistung stärker mit den eigenen Augen als aus der Sicht des Zielpublikums beurteile.

Mohn aus der Region Wil – Milch aus Kirchberg

Die Abstimmung der unterschiedlichen Vorstellungen war bei der Produktion des Imagefilms für den Bauernverband besonders wichtig, da die Zusammenarbeit eng war. «Wir waren über weite Distanzen im Auto unterwegs, sassen später gemeinsam am Schnittplatz», erinnert sich Beat Schiltknecht. Drei Tage wurden insgesamt für das Filmen nach dem vorgängig verabschiedeten Drehbuch aufgewendet. In dieser Zeit ging es auf ausgewählte Bauernbetriebe mit unterschiedlichen Betriebszweigen. Nach Sevelen zum Beispiel, wo Christian Vetschs Mutterkühe und deren Kälber auf saftigen Weiden geduldig Modell standen. Oder auf die landschaftlich beeindruckende Alp Schwaldis in Walenstadtberg zum Chäsen. Zeno Stadler aus Bronschhofen, dessen Öl am ­Wiler Markt angeboten wird, lieferte das malerische Sujet eines blühenden Mohnfelds und Fredi Mosberger aus Gossau gewährte Einblicke in seinen Schweinemastbetrieb. In Rufi bei Schänis warteten 2000 Legehennen auf ihren Auftritt vor der Kamera, in Oberriet schwere Erntemaschinen und tonnenweise Mohrrüben. Auch in Kirchberg waren Beat Schiltknecht und seine Crew zu Gast: Zur Melkzeit im Stall von Beat und Norbert Scherrer. «Alle Inhalte des Films wurden während der täglichen bäuerlichen Arbeit aufgenommen», sagt Beat Schiltknecht. «Unseretwegen wurden kein Vieh früher auf die ­Weide gelassen oder Gemüse später eingebracht.» So habe es die Planung verlangt.

Kindliche Werbestimme aus Oberuzwil

Die Kinderstimme, die sich wie ein roter Faden durch den Kurzfilm zieht, lieh der Produktion die Oberuzwilerin Xenia Lenz. «D’Öpfel us dä Region sind frisch und knackig und gäbed mir Engerie für dä ganzi Tag», kommentiert die Neunjährige, die danebst auch einige Szenen spielt. Oder: «Üsi Hüehner händs guet und legget gsundi und frischi Eier.»

Ausserdem werden zwischen den Filmsequenzen bäuerliche Fakten eingeblendet. Der Betrachter erfährt unter anderem, dass im Kanton täglich knapp 1,5 Mio. Liter Milch produziert werden oder dass wöchentlich ein Landwirt den Betrieb aufgibt.

Umstieg auf 4K-Auflösung

Für Beat Schiltknecht war die Produktion eine besondere. Trotz der langjährigen Tätigkeit in diesem Bereich. Videoproduktionen hat er bereits als Lehrer hergestellt. Seit 1998 arbeitet er selbstständig und ist stets bemüht, mit der technischen Entwicklung mindestens Schritt zu halten. So filmt er beispielsweise schon seit zehn Jahren mit Drohnen. Und, seit diesem Jahr produziert er ­seine Filme in 4K, einer vierfach höheren Auflösung als Full-HD.

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