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FLAWIL: Kredit ist ein Dorn im Auge

Die Flawiler Katholiken stimmten dem Vereinigungsvertrag mit drei weiteren Kirchgemeinden zu. Das Projekt «Neugestaltung Umgebung der Kirche» haben sie hingegen zurückgewiesen.
Christoph Heer
Präsident Pascal Bossart erörtert die wichtigsten Details zur Neugestaltung der Kirchenumgebung. (Bild: Christoph Heer)

Präsident Pascal Bossart erörtert die wichtigsten Details zur Neugestaltung der Kirchenumgebung. (Bild: Christoph Heer)

Christoph Heer

redaktion@wilerzeitung.ch

Auf Feld Null steht man infolge der Annahme eines Rückweisungsantrages nicht. Viel Zeit und Geld wurde nämlich schon in das Projekt «Neugestaltung Umgebung der Kirche» eingesetzt. Der Kirchenverwaltungsrat beantragte am Mittwochabend den Bruttokredit über 1,3 Millionen Franken zu genehmigen. Ausführlich wurde an einer vorgängigen Informationsveranstaltung und auch an der ordentlichen Kirchbürgerversammlung über das Projekt diskutiert. Die detailliert vorgetragenen Gründe zweier Votanten überzeugten schliesslich einen Grossteil der 98 anwesenden Stimmbürger; das Projekt zurückzuweisen.

Für Kirchenverwaltungsratspräsident Pascal Bossart keine Niederlage, «im Gegenteil, so funktioniert die direkte Demokratie. Jetzt müssen wir uns noch einmal an die Arbeit machen und herangetragene Inputs in ein neues Projekt einfliessen lassen. Wie das nun zeitlich aussieht, können wir noch nicht genau sagen.» Das zurückgewiesene Projekt sah vor, insbesondere die Parkplatzsituation und das optische Erscheinungsbild zu verbessern. Aber auch eine Verbesserung der momentanen Situation für Gehbehinderte und Radfahrer sowie eine höhere Attraktivität des Vorplatzes und des Pfarrgartens standen innerhalb dieses Projektes zur Debatte. Den sich zu Wort gemeldeten Votanten war insbesondere der Kredit ein Dorn im Auge. «Etwas gar teuer für Veränderungsmassnahmen, die es zum Teil gar nicht braucht», oder, «das ganze Projekt lief in meinen Augen etwas aus dem Ruder, ich bevorzuge ein Projekt mit reduzierten Veränderungsmassnahmen». Das Ganze wird jetzt vom Kirchenverwaltungsrat noch einmal überarbeitet. Läuft alles nach Plan, so wird es möglich sein, an der ordentlichen Kirchbürgerversammlung in einem Jahr ein «neues» Projekt vorzustellen.

Die Hälfte der Hochzeit ist geschafft

Zu keinen Diskussionen führte das Traktandum «Vereinigungsvertrag zwischen den Katholischen Kirchgemeinden Flawil, Degersheim, Niederglatt und Wolfertswil-Magdenau». Einstimmig und, nach Degersheim als zweite Gemeinde, sagte Flawil ja zu diesem Vorhaben. Wenn nun in den kommenden Tagen auch die beiden anderen Kirchgemeinden zustimmen, steht einer Hochzeit und der damit verbundenen Ressourcen- und Kräftebündelung nichts mehr im Weg. Nach dem Vereinigungsprozess würde die neue Kirchgemeinde ab dem Jahr 2020 als «Region Flawil-Degersheim» auftreten.

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