Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

FLAWIL: Kläranlage soll erweitert werden

Um festgelegte Grenzwerte einzuhalten, muss die Abwasserreinigungsanlage Oberglatt auf die vierte Reinigungsstufe ausgebaut werden. Damit sollen Mikroverunreinigungen eliminiert werden. 20 Millionen Franken sind für das Projekt veranschlagt.
Gianni Amstutz
Die Kläranlage Oberglatt muss aus Kapazitätsgründen und wegen des neuen Gewässerschutzgesetzes erweitert werden. (Bild: PD)

Die Kläranlage Oberglatt muss aus Kapazitätsgründen und wegen des neuen Gewässerschutzgesetzes erweitert werden. (Bild: PD)

Gianni Amstutz

gianni.amstutz@wilerzeitung.ch

Die Abwasserreinigungsanlage (ARA) Oberglatt soll bis 2020 einer Sanierung und Erweiterung unterzogen werden. Einerseits muss die Biofiltration (dritte Reinigungsstufe) erweitert werden. «Die ARA Oberglatt wurde letztmals zwischen 1999 und 2003 ausgebaut. Leider müssen wir heute zugeben, dass die Kläranlage von Beginn an zu klein dimensioniert worden ist», sagt der Flawiler Gemeindepräsident Elmar Metzger. Er ist gleichzeitig Präsident des Abwasserverbandes Flawil-Degersheim-Gossau. Die Menge an Abwasser aus den Industrien von Gossau und Flawil sei für die Kläranlage Oberglatt auf dem heutigen Stand sehr schwierig zu bewältigen.

Weitere, vierte Reinigungsstufe soll gebaut werden

Neben dem Ausbau der dritten Reinigungsstufe ist auch eine Erweiterung auf die vierte Reinigungsstufe vorgesehen. So wird eine Pulveraktivkohlestufe mit zwei Kontakt- sowie einem Filtrations- und Absetzbecken neu gebaut. Diese Massnahme ist nötig, um die vom Bund vorgeschriebenen Grenzwerte des Gewässerschutzes einhalten zu können. Schweizweit sind rund 100 der insgesamt 700 Kläranlagen von dieser neuen Regelung betroffen. Die Pulveraktivkohlereinigung soll Mikroverunreinigungen wie etwa von Medikamenten oder anderen Spurenelementen eliminieren. Die Kosten für das gesamte Bauprojekt werden vom Abwasserverband mit rund 20 Mil­lionen Franken veranschlagt.

Allein die Summe für den Ausbau auf die vierte Reinigungsstufe zur Elimination von Mikroverunreinigungen mache bei der Sanierung der ARA Oberglatt rund 13 Millionen Franken aus, sagt Metzger. Davon würden 75 Prozent vom Bund subventioniert werden. Dazu erhebt der Bund seit Anfang 2016 eine Abwasserabgabe von neun Franken pro Einwohner. Sobald die ARA Oberglatt mit der zusätzlichen Reinigungsstufe ausgerüstet ist, entfällt die Abgabe für die Gemeinden des Abwasserverbandes Flawil-Degersheim-Gossau.

Die definitive Subventionszusicherung erteilt der Bund erst nach der Krediterteilung. Deshalb muss in den drei Verbandsgemeinden eine Kreditgenehmigung über den Bruttokredit vorgelegt werden. Dies soll bis Sommer 2018 geschehen. Da die ARA Oberglatt von den drei Gemeinden Degersheim, Flawil und Gossau genutzt wird, werden die Investitionskosten nach einem Verteilschlüssel unter den Gemeinden aufgeteilt. Für Flawil fallen Bruttokosten von 6,57 Millionen Franken an. Effektiv wird Flawil dank den Subventionen des Bundes rund 3,5 Millionen Franken investieren müssen.

Urnenabstimmung über Kredit notwendig

In Flawil wird das Volk über die Investition entscheiden. So schreibt es die Gemeindeordnung bei einmaligen Ausgaben von über drei Millionen Franken vor. Die Urnenabstimmung findet voraussichtlich im März 2018 statt. Auch in den anderen Gemeinden muss der Kredit vom Volk an der Bürgerversammlung (Degersheim) respektive an der Urne (Gossau) genehmigt werden. Doch was passiert, wenn eine oder mehrere Gemeinden den Kredit für das Projekt nicht sprechen? Mit dieser Frage werde sich der Gemeinderat an seiner Sitzung im November beschäftigen, sagt der Informationsbeauftragte Flawils, Markus Scherrer. Dann soll das Projekt genauer vorbesprochen und geplant werden. «Kommt die Sanierung und Erweiterung zu Stande, wäre die ARA wieder auf dem neusten Stand und so dimensioniert, dass bis 2035 keine grösseren Sanierungen notwendig wären», erklärt Elmar Metzger.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.