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FLAWIL: Kalifornische Sonne mit Beth

Am Montag schien im Keller des «Parks» ein wenig kalifornische Sonne. Zu Besuch bei «Night Music» war die Singer-Songwriterin Beth Wimmer von der US-amerikanischen Westküste – wo man keinen Schnee kennt.
Michael Hug
Beth Wimmers Lieder kamen beim Publikum im Parkkeller am Montagabend überaus gut an. (Bild: Michael Hug)

Beth Wimmers Lieder kamen beim Publikum im Parkkeller am Montagabend überaus gut an. (Bild: Michael Hug)

Michael Hug

redaktion@wilerzeitung.ch

Beth Wimmer sprach wohl allen, die da waren, aus dem Herzen: «Heute ist der 19. März und draussen hat es immer noch Schnee?» Schnee – das ist demnach eine neue Erfahrung der Sängerin und Songschreiberin aus Kalifornien. Obwohl, Beth Wimmer stammt ursprünglich aus Boston, wo Minustemperaturen auch nicht unbekannt sind, und ausserdem lebt sie seit mehreren Jahren im Thurgau. Wo vielleicht wenig Schnee liegt, es aber trotzdem ungastlich sein kann im Winter. Dennoch: Unrecht hat sie nicht. Es ist zwei Tage vor Frühlingsanfang, und noch immer müssen die Winterdienste der Gemeinden fast jeden Morgen ausrücken. Wenigstens jeden zweiten Montagabend scheint in Flawil darum die Sonne bei Monday Night Music.

Ganze Ausstrahlung entgegengehalten

Dem letzten Zucken des Winters hielt Wimmer ihre ganze Ausstrahlung entgegen. Mit herzerwärmenden Songs aus ihrem Fundus von bereits vier Alben erfreute sie ihr Publikum am Montagabend im Parkkeller. Wimmer schreibt mit viel Fingerspitzengefühl und Humor Songs über Menschen, das Leben, Träume und die Tücken der Liebe, die Sehnsucht und die Einsamkeit. Einer ihrer ersten Lieder, die sie nach ihrer Umsiedlung in die Schweiz – der Liebe wegen – geschrieben hat, heisst «Makin’ War». Natürlich brauchte eine solcher Titel, der so gar nicht zu ihrer Lebenseinstellung zu passen scheint, eine Erklärung, welche die Songschreiberin dann auch gleich abgab: «Dieser Song entstand, als mein Lieber, kaum dass ich zu ihm in den Thurgau gezogen bin, in den militärischen Wiederholungskurs musste.»

Träumereien nach Besserem

In «Makin’ War» sang Wimmer ziemlich ironisch über sich als Zurückgelassene (übersetzt): «Ich kann dich nicht erreichen am Telefon, ich hasse es alleine zu schlafen, alles, was ich denken kann, den ganzen Tag, ist Liebe zu machen unter der Dusche.» Direkt, ehrlich, authentisch. Und auch wenn viele im Parkkeller ihre Texte nicht auf Anhieb verstanden haben, so kam trotzdem rüber, was sie auszudrücken versuchte: Träumereien nach Besserem. Nach Tagen ohne Schnee, zum Beispiel. Beth Wimmer sang persönliche, intime und berührende Lieder, begleitete sich selbst dabei mit der akustischen Gitarre. Zudem brachte sie drei Musiker aus Übersee für diesen Auftritt mit.

Beth Wimmer sei, im Übrigen, schon mal bei Monday Night Music gewesen, sagte sie im Laufe des Abends. Ob das 2014 oder 2012 oder vor sechs oder vier Jahren gewesen ist, konnte sie – während sie wegen der steigenden Raumtemperatur im Keller mehr als einmal ihre Gitarre nachstimmen musste – nicht mehr rekonstruieren.

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