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FLAWIL: In der «Post» geht ein letztes Mal die Post ab

Die Tage des ehemaligen Hotels Bahnhof und Post in Flawil sind gezählt, der Abbruchtermin steht. Der Abschied von einem Stück Dorfgeschichte wird am 9. September mit einem vielseitigen Programm zelebriert.
Das Postgebäude zierte einst als Schmuckstück den Bahnhofplatz und viele Postkarten von Flawil. (Bild: PD)

Das Postgebäude zierte einst als Schmuckstück den Bahnhofplatz und viele Postkarten von Flawil. (Bild: PD)

Vor fast 10 Jahren hat der Kulturverein Touch den seit mehreren Jahrzehnten als Abstelllager genutzten Saal des markanten Gastronomiegebäudes am Bahnhofplatz für Fastnachtsanlässe und einige Konzerte reaktiviert. Nach der Bekanntgabe des definitiven Abbruchtermins der Liegenschaft hat sich eine Arbeitsgruppe von Touch entschlossen, den Kontakt zu anderen Liegenschaftsnutzern zu suchen, um das Ereignis festlich einzuleiten. Unter dem Titel «Poscht ab!» wurde in Zusammenarbeit mit der Stiftung Neues Wohnen in der alten Post, dem Verein Ortsmuseum und verschiedenen Liegenschaftsnutzern ein Tages- und Abendprogramm für den Samstag, 9. September, zusammengestellt.

Passerelle nach Jahrzehnten wieder begehbar

Am Herbstmarkt erhält die Bevölkerung nun die Gelegenheit, sich am Kultur- und Umbruchtag von einem Stück der Flawiler Geschichte zu verabschieden, aber auch motivierende Zukunfts­gedanken mitzunehmen. Für ­diesen Anlass wird erstmals seit Jahrzehnten die Brückenpasserelle zwischen Saal und Restaurant geöffnet sein. Dank ehrenamtlicher Organisation und verschiedener Unterstützungsbeiträge ist der Eintritt zu allen Angeboten frei.

Ab 9.30 Uhr führen der B’treff, das Ortsmuseum und die Bauherrschaft mit Dokumenten durch die Zeit. Kleine und grössere Souvenirs sind am Inventarverkauf des Restaurant zu erstehen. Im alten Saal kann am Flohmarkt bis 16.30 Uhr Krims und Krams gesucht und gefunden werden.

Von Schülerband bis Kofferband

Ab 10.30 Uhr präsentieren die Schülerband und der Chor der Oberstufe musikalische Leckerlis aus Vergangenheit und Gegenwart. Am Nachmittag , um 13.30 Uhr und um 15.30 Uhr, unterhält im Saal das Variété Paradisnikow mit Strassentheatermusik. Um 14 Uhr und 16 Uhr steht Soldo mit einem Balfolk-Tanzworkshop auf dem Programm, um 14.30 Uhr Ballon Rouge mit Folk, und um 15 Uhr beeindruckt MiA, die U16-Vize-Schweizer-Meisterin 2016, mit Poetry-Slam.

Am Abend wird der Saal um 19.30 Uhr für die letzten Konzerte in den alten Räumen geöffnet. Ab 20 Uhr zelebriert die junge Flawiler Band The Rule Old- und New-School-Ausprägungen des Hardrocks. Ab 21 Uhr wird schliesslich die in Flawil gereifte Kofferband beweisen, dass auch mit Unplugged-Instrumenten und Rock-Pop-Covers in Mundart die Bühne und der Saal gerockt werden können.

(H)aus-Art in zwei Wohnungen

Speziell für «Poscht ab!» haben Carol Müller und das junge Künstlerkollektiv Kunst-Kiosk aus St. Gallen zwei Wohnungen mit grösstenteils in der Liegenschaft vorgefundenen Materialien optisch verändert und künstlerisch bestückt. Mittels Irritation und Amusement werden dabei Augen und Seele der Ausstellungsbesucher gekitzelt.

Etwas konventionellere Kunstexponate aus Flawil zeigen Roman Wirt (Kettensägeskulpturen) und Roland Stiefel (Stein­fische) bis 16 Uhr im alten Kiosk unter der Restaurantterrasse. (pd)

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