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Flawil im Panini-Fieber

An der Panini-Bilder Tauschbörse nehmen Jung und Alt teil. Gemeinsam freut man sich auf die kommenden Spiele – doch der Schweizer Nationalmannschaft wird nicht von allen gleich viel zugetraut.
Annina Quast
Konzentriert tauschen Kinder und Erwachsene in der Bibliothek in Flawil Panini-Bilder. (Bild: Annina Quast)

Konzentriert tauschen Kinder und Erwachsene in der Bibliothek in Flawil Panini-Bilder. (Bild: Annina Quast)

«Heschs 357?» «Nai, hesch du s 122?» So geht es hin und her bei der Panini-Bilder Tauschbörse am Mittwochnachmittag in der Gemeindebibliothek Flawil. Gross und Klein treffen sich jeden zweiten Mittwochnachmittag, um durch Tausch der Fussballkärtchen ihr Heft zu vervollständigen. Fünf Mal findet die Tauschbörse in Flawil statt. Am grossen Tisch sind bereits drei Minuten nach Beginn alle Stühle besetzt, man weicht in den Nebenraum und in die Sitzecken aus. Viele Eltern begleiten Ihre Kinder und tauschen eifrig mit.

Die Fussballfans und Sammler brauchen rund 468 Sticker, um ein vollständiges Album zu besitzen. Manche sind diesem Ziel schon ziemlich nah. Während einige mit Eifersucht auf das Album des Nachbars blicken, meint Roman: «Wenn ich alle Spieler und Spezialkarten habe, helfe ich meinen Freunden. Eigentlich ist es auch egal, wer zuerst ein volles Album hat, das Sammeln macht einfach Spass.» Der 13-Jährige wird von seiner Mutter und Schwester begleitet, die beiden helfen Roman fleissig beim Tauschen. Seine Schwester ist gerade in ein ergebnisreiches Tauschgeschäft verwickelt, konzentriert streicht sie mehrere Nummern auf der handgeschriebenen Liste ab.

Eltern fiebern zusammen mit ihren Kindern

Im Herbst 2017 wurde die renovierte Gemeindebibliothek wieder eröffnet, die helleren Räume und die tieferen Regale führen zu einer offenen und freundlichen Atmosphäre. Die Tauschbörse wird von der Ludothek unterstützt: Drei Tischfussballanlagen wurden aufgestellt, an ihnen vertreiben sich vor allem die kleinen Schwestern der fleissigen Sammler die Zeit. «Ich bin ein grosser Fussballfan aber Panini-Bilder sammeln, finde ich langweilig», sagt die 5-jährige Laura. Im nächsten Satz sagt sie mit voller Überzeugung: «Weil Italien ja jetzt schon rausgefallen ist, bin ich nun wieder für die Schweiz.»

Der Sammelspass ist nicht gratis: Eine Packung mit fünf Bildern kostet im Durchschnitt einen Franken, hochgerechnet ergibt das 100 bis 120 Franken für ein volles Album. «Diese Summe zahlt man gerne. Unser Sohn sieht sich das Album jeden Tag an und wird auch alle Ergebnisse eintragen», sagt Marc Stadler. Sein Sohn sei zwar der Drahtzieher, doch ist es für ihn auch eine Erinnerung an seine eigene Kindheit. Und ein gewisser Eifer ist wohl doch noch bis heute übrig geblieben, denn schnell geht der emsige Handel weiter.

Erstes Album nur aus italienischer Mannschaft

Die berühmten Panini-Bilder gibt es bereits seit 1961. Ursprünglich kommt das Unternehmen aus Italien, wie ein Blick in die Vergangenheit zeigt. Der Hauptsitz befindet sich noch heute in Modena, wo alles mit einem kleinen Zeitungsladen der Panini-Brüder begann. Nach dem ersten Album, das ausschliesslich aus der italienischen Nationalmannschaft bestand, wuchs das Unternehmen durch die Sammelkarten stark an. Heute hat die Panini-Gruppe Sitze auf nahezu allen Kontinenten und ist weltweit im Bereich der Sammelprodukte, aber auch im Kinder- und Jugendbuch Verlagswesen aktiv. Jeweils zwei Monate vor Beginn einer WM und EM geht der Sammelspass los und bringt immer noch Jung und Alt Vorfreude auf die Spiele.

Nächste Tauschbörsen Flawil
Mi, 30. Mai und 13. Juni, 15.30 bis 16.30, Gemeindebibliothek Flawil

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