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FLAWIL: Garten- und neu auch Küchenabfälle

Ab nächstem Jahr gibt es in der Gemeinde keine Grünabfuhr mehr. Als Ersatz schlägt der Gemeinderat der Bevölkerung eine kostendeckende Bioabfuhr vor.
Der Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) bietet bereits in 13 Gemeinden Bioabfuhren an. (Bild: PD)

Der Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) bietet bereits in 13 Gemeinden Bioabfuhren an. (Bild: PD)

Gestützt auf das Bundesgesetz über den Umweltschutz ist die Entsorgung von Siedlungsabfällen seit 1997 vom Verursacher zu tragen. Auf Verfügung des Departementes des Innern des Kantons St. Gallen muss die Abfallbeseitigung in Flawil ab 1. Januar 2018 selbsttragend sein. Das bedeutet: Es wird ab Anfang 2018 in Flawil keine Grünabfuhr mehr geben. Der Gemeinderat will jedoch Ersatz schaffen. Er hat beschlossen, während des ganzen Jahres eine kostendeckende und ökologisch sinnvolle Bioabfuhr anzubieten. Für die Flawiler Bevölkerung würden sich mit der Bioabfuhr einige Vorteile ergeben, teilt der Gemeinderat mit.

Im Sommer wöchentlich, im Winter alle zwei Wochen

So können der Bioabfuhr nicht nur Gartenabfälle, sondern auch Küchenabfälle und Speisereste mitgegeben werden. Während der Sommermonate finden wöchentlich Sammeltouren statt, im Winter alle zwei Wochen. Der Gemeinderat will die Bioabfuhr in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) organisieren. Der ZAB bietet bereits in 13 Verbandsgemeinden Bioabfuhren zu einheitlichen Preisen an.

Zur Umsetzung der Bioabfuhr ist ein III. Nachtrag zum ­Reglement über die Abfallentsorgung notwendig. Mitte Juni wurde dieser der Bevölkerung sowie den Ortsparteien und Vereinigungen zur Vernehmlassung unterbreitet. Die Möglichkeit, sich an der Vernehmlassung zu beteiligen, sei rege genutzt worden, heisst es in der Mitteilung des Gemeinderates. Er habe nun die eingegangenen Vernehmlassungsantworten sorgfältig ausgewertet. Die Rückmeldungen hätten gezeigt, dass sich die Teilnehmenden einstimmig gegen den Verzicht auf die Sammlung biogener Abfälle aussprechen.

Der Rat fühlt sich darin bestärkt, dass er der Bevölkerung mit einer ganzjährigen Bioabfuhr nicht nur ein zeitgemässes Angebot unterbreitet, sondern auch einen Mehrwert schafft. Ergänzend soll auch ein Häckseldienst angeboten werden, der mit einem ortsansässigen Gartenbauunternehmen organisiert wird.

Gefordert wurde in der Vernehmlassung zum Beispiel, den Sammeltourenrhythmus auf zwei Wochen oder mehr auszudehnen. Gerade während der wärmeren Jahreszeit ist die Abfuhr von biogenen Abfällen im wöchentlichen Rhythmus notwendig, damit es nicht zu starken Geruchsimmissionen kommt. Zudem besteht keine Verpflichtung, wöchentlich den Container zur Leerung zu übergeben. Alternativ können auch kleinere Container benützt oder Einzelleerungen bezahlt werden, was die Kosten für den Kunden senkt. Somit kann sich jede Person selber eine kostengünstige Lösung schaffen.

Einige Vernehmlassungsteilnehmer wünschten auch, dass eine Konkurrenzofferte zur ZAB-Lösung eingeholt wird. Mit dem Beitritt zum ZAB im Jahr 1980 hat die Gemeinde Flawil sein Entsorgungsmonopol an den ZAB übertragen. Man könne deshalb die Bioabfuhr nicht an Dritte vergeben, begründet der Gemeinderat. Die Durchführung der bisherigen Grünabfuhr durch die Brunner Umweltservice AG habe der ZAB toleriert. Dies sei jedoch bei der zukünftigen Bioabfuhr nicht mehr der Fall. Dennoch sei es für den ZAB denkbar, die Zusammenarbeit mit der Brunner Umweltservice AG weiterzuführen.

Ab nächstem Montag läuft die Referendumsfrist

Der Gemeinderat hat den nun vorliegenden III. Nachtrag zum Reglement über die Abfallentsorgung genehmigt. Dieser untersteht dem fakultativen Referendum. Am 23. Oktober beginnt die Referendumsfrist, die bis 1. Dezember dauert. Während dieser Zeit kann der III. Nachtrag im Gemeindehaus am Anschlagbrett im 2. Stock eingesehen werden. Um eine Urnenabstimmung zu erwirken, sind 300 Unterschriften nötig. Kommt das Referendum zustande, wird an der Urne über die Einführung einer kostendeckenden Bioabfuhr abgestimmt. Wird das Referendum nicht ergriffen, tritt der III. Nachtrag zum Reglement über die Abfallentsorgung und damit die kostendeckende Bioabfuhr per 1. Januar 2018 in Kraft. So oder so: Ab 2018 gibt es in Flawil die heutige Grünabfuhr nicht mehr. (rkf)

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