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FLAWIL: «Flawa-Ost» soll vors Volk

Das Referendum gegen den Teilzonenplan Flawa-Ost dürfte zustande kommen. Gegen die Umzonung des Industrieareals sind rund 400 Unterschriften gesammelt worden. 300 gültige Unterschriften sind erforderlich.
Andrea Häusler
Das Planungsgebiet grenzt im Südosten an die Kernzone. Wobei der Parkplatz im Vordergrund zur der Industrie- und Gewerbezone zählt. Die Bewohner der bestehenden Häuser befürchten, von den vorgesehenen, mehrgeschossigen Neubauten «erdrückt» zu werden. (Bild: Andrea Häusler)

Das Planungsgebiet grenzt im Südosten an die Kernzone. Wobei der Parkplatz im Vordergrund zur der Industrie- und Gewerbezone zählt. Die Bewohner der bestehenden Häuser befürchten, von den vorgesehenen, mehrgeschossigen Neubauten «erdrückt» zu werden. (Bild: Andrea Häusler)

«Wir sind guter Dinge, dass wir genügend gültige Unterschriften gesammelt haben, das Referendum und somit eine Volksabstimmung zustandekommen», fasst Franz Wismer, die Meinung des Referendumskomitees zusammen. Dieses besteht aus Grundeigentümern, deren Liegenschaften südlich an das Werkareal 1 der Flawa angrenzen und in der sogenannten Kernzone B, bzw. K2 liegen. Sie seien nicht grundsätzlich gegen den Abbruch des ausgedienten Industrietrakts, die Umzonung des 6950 Quadratmeter grossen Grundstücks in die Wohn-Gewebezone sowie dessen Überbauung, macht Wismer deutlich. Die Skepsis beschränke sich weitgehend auf die Grenzabstände der Neubauten zu den zweigeschossigen Häusern an der Weideggstrasse sowie die Gebäudehöhen.

Für die Parzellen 82, 302, 303, 310 und 976 – das Planungsgebiet Flawa-Ost – hat die Schällibaum Ingenieure und Architekten AG in Wattwil ein grundbuchamtlich verbrieftes Kaufrecht. Sie beabsichtigt auch als Entwicklerin des Areals aufzutreten. Zwar liegt noch kein Projekt vor, doch besteht die Idee darin, viergeschossige Wohnbauten mit Tiefgaragenplätzen und einem Anteil an Gewerbeflächen zu erstellen.

Fehlende Sicherheit und mangelndes Vertrauen

Eine Ausgangslage, die für die Eigentümer der angrenzenden Liegenschaften zu viele Unberechenbarkeiten birgt. Denn die Einbettung in die bestehende Siedlungsstruktur ist Gegenstand des Richtprojekts sowie des Sondernutzungsplans. Gegen den Erlass des Gestaltungsplans können wohl nochmals Rechtsmittel ergriffen werden. Allerdings ausschliesslich von den direkten Anstössern. Deshalb wolle man sich von Anfang an wehren, sagt Franz Wismer.

Dabei hatten sich die Parzellennachbarn noch im April auf gutem Weg zu einer Einigung befunden. Nach einem weiteren Austausch mit Flawa-CEO Nicolas Härtsch und Florian Schällibaum von der Schällibaum In­genieure und Architekten AG, planten die Bewohner der Weideggstrasse gar, die begonnene Unterschriftensammlung abzubrechen. Weshalb das Ziel Referendum/Volksabstimmung letztlich weiter verfolgt wurde, begründet Wismer mit fehlendem Vertrauen. «Unsere Anliegen wurden zwar aufgenommen, verbindliche Zugeständnisse blieben aber aus.» Hinzu komme, dass die Firma Schällibaum das Areal entwickle und überbaue, die Investoren im Hintergrund jedoch nie genannt worden seien.

Grundeigentümer hält sich zurück

Das Resultat der Unterschriftensammlung und die Verzögerung des Bauprojekts aufgrund der wahrscheinlich gewordenen Volksabstimmung mochte Flawa-CEO Nicolas Härtsch nicht kommentieren: «Das Referendum zu ergreifen ist ein demokratisches Recht. Ich nehme das Ergebnis so zur Kenntnis und warte erst einmal ab», sagte er auf Anfrage.

Das Referendumskomitee will die Unterschriften am kommenden Montag einreichen. Just an diesem Datum läuft die Referendumsfrist ab.

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