Flawil und Wil erlassen Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe

Wegen der trockenen Böden und vieler «wilder» Feuerstellen verbieten die Gemeinde Flawil und die Stadt Wil Feuer im Wald und in der Nähe davon.

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Im Wald auf Flawiler Boden darf aktuell kein Feuer entfacht werden.

Im Wald auf Flawiler Boden darf aktuell kein Feuer entfacht werden.

Symbolbild: Dominic Steinmann/Keystone

(pd/rus) In einigen Teilen des Kantons St.Gallen besteht bereits ein Feuerverbot. Bisher waren das Gemeinden im Sarganserland und im Werdenberg. Am Donnerstagmittag zog die Gemeinde Flawil nach, im Verlauf des Nachmittags auch die Stadt Wil.

In einer Mitteilung schreibt die Gemeinde Flawil, dass das trockene Wetter der vergangenen Wochen zu einer erheblichen Waldbrandgefahr geführt habe. In Flawil selber sei diese zwar aktuell noch mässig, aber: «Da das Wetter auch bis Ende April eher trocken bleiben dürfte, wird sich die Situation weiter verschärfen.» Auch die Stadt Wil geht davon aus, dass sich die Lage verschärfen wird.

Coronavirus führt zu «wilden» Feuerstellen

Weil aktuell keine Menschenansammlungen erlaubt seien, würden zudem viele «wilde» Feuerstellen errichtet, was die Kontrolle des Feuers erschwere, ergänzt die Gemeinde Flawil.

Zudem wären allfällige Feuerwehreinsätze gemäss der Gemeinde mit einem sehr hohen Coronavirus-Ansteckungsrisiko verbunden. Unnötige Einsätze müssten deshalb vermieden werden.

Deshalb habe der Gemeinderat auf dem Gemeindegebiet per sofort ein Feuerverbot im Wald und in den an den Wald angrenzenden 200 Metern verfügt. Das Verbot gilt bis auf Widerruf. Das Verbot in Wil lautet gleich.

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