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FLAWIL: Entwicklung in kleinen Schritten

Bahnhofplatz, Wiler-/St. Gallerstrasse, Marktplatz: In Flawil stehen Projekte vor der Ausführung oder sind in Planung, die das Zentrum beleben. Davon ist Gemeindepräsident Elmar Metzger überzeugt.
Urs Bänziger
Gemeindepräsident Elmar Metzger zeigt auf den Ortsplan, der permanent im Sitzungszimmer des Gemeinderates hängt. (Bild: Urs Bänziger)

Gemeindepräsident Elmar Metzger zeigt auf den Ortsplan, der permanent im Sitzungszimmer des Gemeinderates hängt. (Bild: Urs Bänziger)

Urs Bänziger

redaktion@wilerzeitung.ch

«Man muss immer etwas haben, worauf man sich freut». Dieses Sprichwort des deutschen Lyrikers Eduard Mörike ist das Zitat des Monats der Gemeinde Flawil. Fragt man Gemeindepräsident Elmar Metzger, worauf er sich freue, muss er nicht lange überlegen: «Ich freue mich auf die Realisierung des neu gestalteten Bahnhofplatzes und den Neubau des Bushofs.» Im Frühjahr ist Baubeginn. «Es ist schön zu sehen, wenn etwas Gestalt annimmt, was von langer Hand vorbereitet worden war», sagt Metzger. Er ist überzeugt, dass der Bahnhof mit der Sanierung und Umgestaltung aufgewertet wird. «Die Bahnreisenden werden ein ganz neues Gefühl haben, wenn sie in Flawil ankommen.» Bis Ende nächsten Jahres sollen die Bauarbeiten für die erste Phase abgeschlossen sein.

Ortsbildliche Akzente setzen

Bereits begonnen haben die Aushubarbeiten für das Bauvorhaben «Neues Wohnen in der Alten Post». Auch darüber freut sich der Gemeindepräsident. «Es ist ein innovatives Projekt, welches das Zentrum beleben und einhergehend mit der Bahnhofplatzgestaltung auch ortsbildliche Akzente setzen wird», betont Metzger. Flawils Entwicklung sei ein Weg in kleinen Schritten. Auch das neue Feuerwehrdepot benötigte eine lange Vorlaufzeit, bis es endlich gebaut und letztes Jahr eingeweiht werden konnte. Die Sanierung der Wiler-/St. Galler-strasse dürfte ebenfalls noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis der Baustart erfolgen kann. «Dieses Projekt hat Flawil im Jahr 2017 am meisten bewegt», sagt der Gemeindepräsident.

Seit der Abstimmung im Februar führen Kanton und Gemeinde mit den rund 30 Einsprechern Gespräche. Eine langwierige Angelegenheit – auch deshalb, weil über 100 Grundeigentümer von der neuen Strassenraumgestaltung betroffen sind. In vielen Fällen zeichne sich eine Einigung ab, sagt Metzger. Bei den restlichen gebe es weitere Verhandlungsrunden. Der Gemeindepräsident geht davon aus, dass im ersten Halbjahr 2018 alle Einspracheentscheide gefällt werden. Erst wenn diese rechtskräftig sind, sollen mit den Grundeigentümern die Landerwerbsverhandlungen aufgenommen werden.

Strassenraumgestaltung wird Zentrum aufwerten

Obwohl der Zeitpunkt der Realisierung noch offen ist, steht für den Gemeindepräsidenten fest, dass mit der Sanierung der Wiler-/St. Gallerstrasse das Zentrum von Flawil in diesem Abschnitt ein ganz neues Gesicht bekommen wird. «Die Neugestaltung der wichtigsten Verkehrsachse gibt unserem Dorf eine neue Identität. Sie wird das Zentrum aufwerten, wovon die Fachgeschäfte und damit ganz Flawil profitieren werden», betont Metzger. Er ist froh, dass die Bevölkerung das Strassenbauprojekt genehmigt hat. «Der positive Ausgang dieser Abstimmung war dieses Jahr mein persönlicher Höhepunkt. Sie hat gezeigt, dass in Flawil eine gute politische Diskussionskultur herrscht. In unserem Dorf wird meist fair, doch zuweilen auch kontrovers diskutiert, ohne aber Grabenkämpfe zu führen und sich gegenseitig zu blockieren», betont der Gemeindepräsident. Es sei deshalb ein hartes Stück Arbeit gewesen, dass 2017 die Stimmberechtigten in praktisch allen Vorschlägen dem Gemeinderat gefolgt seien.

Den Weg der kleinen Schritte geht die Gemeinde auch in der Neugestaltung des Marktplatzes. 2018 sollen die Ergebnisse des Studienwettbewerbs weiterverfolgt und aus dem Sieger- ein Vorprojekt erarbeitet werden. Die Neugestaltung geht einher mit der Öffnung von zwei Bächen. «Beide Projekte sind voneinander abhängig», sagt Metzger.

Flawil ist auch der Ort, wo Besuchern gezeigt wird, wie das Glück in die Schokolade kommt. Die Eröffnung des Chocolariums sei eine enorme Aufwertung für Flawil, betont Metzger. «Wir sind die Gemeinde, die mit Glück in Verbindung gebracht wird.»

Ertragsüberschüsse für Vorfinanzierungen?

Glücklich gemacht hat der Gemeinderat die Steuerzahler, als er mit den Budgets 2017 und 2018 je einen Antrag zur Steuerfussreduktion stellte. Dass sich dies im nächsten Jahr wiederholen wird, ist eher unwahrscheinlich, obwohl, wie der Gemeindepräsident andeutet, die Rechnung 2017 deutlich besser ausfallen wird als budgetiert. «Gut möglich, dass wir den Ertragsüberschuss für die Vorfinanzierung von infrastrukturellen Aufgaben verwenden wollen», sagt Metzger.

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