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FLAWIL: Eine Zeitreise über 400-mal 48 Seiten

Am Samstag, 22. September, wird im Lindensaal die 20-jährige offizielle Partnerschaft zwischen Flawil und Isny gefeiert. Den Wurzeln der Partnerschaft wird in einer eigens für dieses Jubiläum geschaffenen Broschüre nachgespürt.
Marianne Bargagna

Die Partnerschaftsurkunde un­terzeichneten vor 20 Jahren der damalige Flawiler Gemeindepräsident Werner Muchenberger und der damalige Isnyer Bürgermeister Manfred Behrning sowie die damaligen Vorsitzenden der Partnerschaftskreise, Toni Keller (Flawil) und Horst Steinhauser (Isny). Die ersten Beziehungen zwischen Flawil und Isny wurden aber bereits vor 70 Jahren geknüpft, nämlich am 26. Oktober 1947 anlässlich eines Besuches von Kindern aus Isny in Flawil. 400 vom Krieg gezeichnete Mädchen und Buben wurden im Untertoggenburg empfangen. Für die Kinder wurde dieser Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis. Ob vielem staunten sie, auch ob dem Glockengeläute, denn «ihnen hatte der Krieg alle Glocken geraubt», wie der frühere Flawiler Kirchenpräsident H. Herter festhielt. Dieser Besuch der Kinder war der Anfang der langjährigen Freundschaft.

Sich intensiv mit der Geschichte der Partnerschaft zwischen Isny und Flawil befasst hat sich der Flawiler Anton Heer, der Autor der Jubiläumsschrift. Während seiner Arbeit hat er festgestellt, dass die Partnerschaft Flawil-Isny weit mehr als Erinnerungen an eine Stippvisite und an eine wieder erwachte, lebendig gepflegte Beziehung ist. Sie öffne nicht zuletzt einen flüchtigen Blick auf Aspekte wenig beachteter Orts- oder Regionalgeschichte, schreibt Heer in der Jubiläumsschrift, die speziell auf das 20-jährige Bestehen der beurkundeten Partnerschaft herausgegeben wird.

Zeitungen durchgeblättert und im Internet geforscht

Im Frühjahr 2015 begann Anton Heer mit der Suche nach Zeitzeugen, schriftlichen Unterlagen, Fotografien. Das Resultat: Eine Broschüre mit 48 Seiten im A4-Format und in 400-facher Ausführung. Neugierig habe er die Zeitreise angetreten, um den Wurzeln der Partnerschaft Flawil-Isny nachzuspüren, schreibt Anton Heer in der Jubiläumsschrift. In einem Gespräch erinnert er sich: «Ich habe Hunderte von alten Zeitungen durchgeblättert.» In der Broschüre werden spannende Texte aus der damaligen Zeit abgedruckt. Dank diesen erfährt der Leser, die Leserin, Interessantes über die Ostschweizerische Grenzlandhilfe, für die sich auch der Flawiler Apotheker Heinrich Kutter engagiert hat. Heer hat aber auch im Internet recherchiert und viele Archive abgeklappert. Und, er hat mit Zeitzeugen gesprochen, verschiedene Chroniken durchgeblättert und wieder einmal im Buch «Flawil – eine Zeitreise» (Heer hat auch für dieses Buch Texte verfasst) gelesen.

Kaum Fotos der Isnyer Kinder

Die Unterlagen häuften sich. Heer lacht und sagt: «Auch Jan Rübsam aus Isny hat mich mit viel Material eingedeckt.» Er hat auch Fotos gesammelt. Fotos vom Besuch der Kinder im Jahr 1947 gebe es allerdings kaum. Heer weiss warum: «Damals war die Fotografiererei halt eine teure Angelegenheit.» Aufnahmen von späteren gegenseitigen Besuchen gibt es hingegen zahlreiche. So hat Anton Heer über Wochen und Monate an den verschiedensten Orten Material für die Jubiläumsbroschüre gesammelt. Dann ging’s ans Verarbeiten. Das heisst: Das Formulieren der Texte. Und schliesslich musste wohl überlegt sein, wie die Broschüre gegliedert, wie sie illustriert und wo welcher Text platziert werden soll. Abgeschlossen wird die Broschüre mit einer umfangreichen Chronik, die mit ihren Daten die Flawiler Aktivitäten in einen etwas grösseren Rahmen stellt.

Marianne Bargagna

redaktion@wilerzeitung.ch

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