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FLAWIL: Ein Bankanlass – kein Besäufnis

Mit der erstmalig inszenierten Young Member Night hat die Raiffeisenbank Flawil im vergangenen Jahr ein grosses, junges Publikum angezogen. Nun steht am 17. März die zweite Ausgabe an.
David Metzger

David Metzger

redaktion@wilerzeitung.ch

Die Young Member Night hat das Ziel, die 18- bis 25-jährigen Kundinnen und Kunden der Bank frühzeitig zu integrieren und den jungen Erwachsenen einen Anlass mit regionaler Ausstrahlung zu bieten. Auch die Genossenschafter der Bank haben nach der gleichentags durchgeführten Generalversammlung Zutritt zur Veranstaltung im Lindensaal. Organisiert wird die Young Member Night von einem fünfköpfigen Projektteam unter der Leitung von Timo Frehner. Der 25-Jährige ist als Leiter Administration bei der Raiffeisenbank tätig. Im Gespräch mit der «Wiler Zeitung» spricht er über die junge Zielgruppe, den möglichen Imagegewinn für eine Bank durch den Event sowie die diesjährigen Neuerungen.

Timo Frehner, die erste Young Member Night im vergangenen Jahr war ein Erfolg. Worauf führen Sie dies zurück?

Wir selbst haben nicht mit einer derartigen Resonanz gerechnet. Ich denke, der Hauptgrund war, dass es uns gelungen ist, über die lokale Verankerung jedes einzelnen Mitarbeitenden für den Anlass zu werben.

Gewissermassen bietet der Event ja die «eierlegende Wollmilchsau». Es wird viel geboten und die Gäste müssen kaum etwas bezahlen.

Es ist unbestritten, dass der Event allein aufgrund der fehlenden Preisbarriere attraktiv erscheint. Dennoch braucht es auch ein attraktives Programm. Und das ist gar nicht so einfach, will man alle Interessen abdecken. Mit einem Stargast – wie beispielsweise Tranquillo Barnetta – könnten wir nicht alle Teilnehmenden erreichen. Auch deshalb wollen wir den Event eher mit verschiedenen Reizen spannend machen.

Gab es im vergangenen Jahr keine Kritikpunkte?

Doch, natürlich gab es die. Wir haben alle Rückmeldungen sehr ernst genommen und versucht Lösungen zu finden. Teilweise sind die Vorstellungen der jungen Gesellschaft aber schon sehr fordernd. Jemand meinte beispielsweise, dass die offerierten Hamburgerbrötchen zukünftig durchaus auch getoastet sein dürften. Letztlich sind fordernde und aktive Kunden aber genau unser Ziel.

Als Bank mit dem Thema «Alkohol» in Verbindung gebracht zu werden wohl weniger.

Vorweg: Im letzten Jahr verlief alles sehr gesittet. Klar ist aber, dass wir dieses Thema ernst nehmen müssen. Wir versuchen mit vielen anwesenden Mitarbeitern und dem Sicherheitsdienst vor Ort präventiv zu wirken. Wir sind schliesslich eine Bank und kein Eventveranstalter. Klar ist aber auch, dass man in der heutigen Zeit, will man jungen Leuten am Samstagabend etwas bieten, mit der Alkoholproblematik konfrontiert ist. Im vergangenen Jahr war es möglich, beim Apéro Bier und Wein in beliebiger Menge gratis zu beziehen. Dieses Mal werden wir den Konsum mit der Abgabe von Jetons beschränken.

Sie haben gesagt, Sie seien eine Bank. Entsprechend geht es letztlich auch um das Geschäft. Wie bringt es die Raiffeisenbank fertig, aus dem Anlass einen Profit zu erwirtschaften?

In erster Linie dient der Event als Marketinginstrument. Wir wollen den Leuten aus der Region etwas bieten und uns als coole Bank präsentieren. Klar ist, dass in diesem Alter allein der Coolness wegen niemand die Bank wechselt. Dennoch bin ich überzeugt, dass wir dadurch in den Köpfen haften bleiben und die Bank dank der örtlichen Nähe zur Kundschaft als greifbar erlebt wird.

Gibt es Zahlen zum ersten Anlass? Es ist so, dass jeder Kunde und jede Kundin unseres Jugendsegments eine Begleitung zum Anlass mitnehmen darf. Diese Person muss nicht zwingend Kunde bei uns sein. Im letzten Jahr hat dies rund ein Drittel unserer Gäste ausgemacht. Obschon wir im Nachgang der Veranstaltung keine aktive Kundenakquise betrieben haben, ist es zu neuen Kontoeröffnungen gekommen.

Dass der Event mit finanziellem Aufwand verbunden ist, steht ausser Frage. Genau deshalb können andere Events wie etwa das Handballfest nicht mehr durchgeführt werden. Was sind für Sie die entscheidenden Komponenten, um einen solchen Anlass stemmen zu können?

Finanzielle Mittel sind natürlich unabdingbar. Aber auch darüber hinaus muss etwas geboten werden, damit die Massen erscheinen. Ein Vorteil ist sicher, über einen breiten Adressstamm und ein grosses Netzwerk zu verfügen, um mit der gewünschten Zielgruppe in Kontakt zu gelangen.

Adresslisten. Ein eher klassisches Mittel. Eigentlich untypisch für einen Anlass, der sich an eine junge Zielgruppe richtet.

Definitiv. Dennoch erachte ich es als einfacher und seriöser, unsere jungen Kunden mittels physischem Versand zu informieren. Darüber hinaus sind wir auch auf den sozialen Netzwerken präsent. Es ist gut möglich, dass den Onlinemedien auch in dieser Hinsicht die Zukunft gehört. Vielleicht können sich unsere Kunden in einigen Jahren ja über Push-Benachrichtigungen und App anmelden.

Was wird an der Young Member Night 2018 neu sein?

Wir werden das Ambiente etwas umgestalten. Neu werden mehr Sitzgelegenheiten in einer ruhigen Lounge geboten. Zudem findet im Zwinglisaal eine Silent Disco statt: eine klassische Disco, bei der die Leute die Musik über einen Kopfhörer hören. Das Publikum im Saal bekommt nichts mit. Die jüngeren Kunden kennen dies möglicherweise vom Open Air St. Gallen. Darüber hinaus kommt es zu weiteren Veränderungen, welche ich an dieser Stelle nicht verraten möchte.

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