FLAWIL: Drei Stunden Schlaf reichen

Bereits zum fünftenmal fand am Wochenende die Flawiler LAN-Party «Game That» statt. Der Spielevent lockte 128 Spielerinnen und Spieler in den Lindensaal. Geschlafen wurde kaum.

Christof Lampart
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Reales Treffen in virtuellen Welten: Die LAN-Party im Flawiler Lindensaal war schon im Vorfeld ausgebucht. (Bild: Christof Lampart)

Reales Treffen in virtuellen Welten: Die LAN-Party im Flawiler Lindensaal war schon im Vorfeld ausgebucht. (Bild: Christof Lampart)

FLAWIL. Die «Game That» wird in der Regel von jungen Mitarbeitern der St. Galler Gem Dat Informatik AG organisiert und dient den Jungen als umfangreiches Projekt. Denn die Informatiker mussten im Flawiler Lindensaal nicht nur für 128 Personen einen einwandfreien Internetzugang und Strombezug bereit- und sicherstellen, sondern sich auch um das ganze Drumherum kümmern: um die Anmeldungen im Vorfeld, den Barbetrieb und den reibungslosen Ablauf der Turniere. Konstantin Kayed ist einer jener Freiwilligen, die das OK dabei unterstützen. «Ich helfe gerne mit, ist es doch eine coole Sache», sagte der Wiler.

Helfer im Ruhemodus

Während im Saal die Teens und Twens Krieger durch Schlachten und Helden durch Phantasiewelten sowie Wagen möglichst schnell über virtuelle Tracks lenken, isst Kayed in Ruhe seinen Salat. Momentan hat der freiwillige Helfer wenig zu tun. Zwar trägt er das eine oder andere an ihn übermittelte Resultat geduldig in die Datenbank ein, ruft den Eingang einer Essensbestellung aus und erklärt einem jungen Mann, wo die Duschen zu finden sind. Aber hektische Betriebsamkeit sieht anders aus. Kayed bildet einen Kontrast zur konzentrierten Anspannung vor den Rechnern. Da haben schon die Kollegen an der Bar mehr zu tun.

Die Stimmung im Saal ist gut. Viele kennen sich von ähnlichen Events. Doch es sind auch einige hier, für die Flawil die einzige LAN-Party im Jahr ist. «Klar könnte ich auch das Wochenende zu Hause am PC spielen. Aber hier lernt man Leute mit den gleichen Interessen kennen. Das ist doch viel geiler», sagt ein junger Mann aus Niederglatt, der zur Mittagsstunde über Augen verfügt, die eher Sehschlitzen gleichen. «Ich habe drei Stunden geschlafen. Das muss reichen», sagt der nicht namentlich genannt sein Wollende. Letzteres hat seinen Grund: «Sonst motzt dann wieder der Chef am Montag, wenn ich nicht ganz fit bin.»

Die Blase als Problem

Doch irgendwann nützt auch ein weiterer Energydrink nichts mehr. Bei einem Gamer stapeln sich zehn Aludosen und zwei Cola-Flaschen neben dem Rechner, was beim E-Sports-Athleten zwar für wache Momente, aber auch für eine schwache Blase sorgt. Zumindest so lässt sich ein entsprechender, nicht druckreifer Kommentar seinerseits deuten. Und er ist beileibe nicht alleine mit diesem Problem.

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