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FLAWIL: Drachenreiterin zähmt Glatthalde

Es ist angerichtet, das Potpourri aus Kunst, Musik, Kulinarischem und allerhand Überraschendem. Das Grotto Glatto auf dem Steiger-Areal wartet täglich mit Unterhaltendem für jedermann auf: bis zum 19. August.
Andrea Häusler
«Grotto Glatto... zum staubigen Hund» nennt sich die Flawiler «Eventlocation» auf Zeit. Kinder machten den staubigen zum bunten Hund. (Bilder: Andrea Häusler)

«Grotto Glatto... zum staubigen Hund» nennt sich die Flawiler «Eventlocation» auf Zeit. Kinder machten den staubigen zum bunten Hund. (Bilder: Andrea Häusler)

Andrea Häusler

andrea.haeusler@wilerzeitung.ch

Grauer hätte der Himmel nicht sein können, unangenehmer die Temperatur allenfalls im Herbst. Der Wettergott bescherte den Grotto-Glatto-Organisatoren am Freitag äussere Bedingungen, die sich kein Freiluftevent-Veranstalter wünscht. Das Glatthalden-Gelände «Zum staubigen Hund» füllte sich dennoch. Wenn auch nicht mit öffentlichem Publikum. «Eine private Geburtstagsfeier brachte ungeachtet der widrigen ‹Outdoor›-Bedingungen Leben und Stimmung aufs Areal», sagt Gastgeber Wolfgang Steiger.

Allerdings hätten am Eröffnungsabend kulturinteressierte Besucher aus der Umgebung das Gelände bevölkern sollen: Anlässlich der Vernissage zur Ausstellung von Kunstschaffenden aus dem Dorf. Deren 14 hatten sich im Vorfeld mit dem Steiger-Gelände auseinandergesetzt und Werke mit Bezug zur grünen Lunge inmitten des Flawiler Industriegebiets geschaffen. «Eine eindrucksvolle Sache», resümiert Wolfgang Steiger rückblickend. Ein Trost bleibt: Die Werke bleiben während der ganzen Grotto-Glatto-Woche ausgestellt und können noch bis zum 19. August besichtigt werden.

Alteingesessene und Heimwehflawiler

Die individuelle Interpretation der Wirkung des verwunschen anmutenden Ortes und deren künstlerische Umsetzung brachte verblüffende Visualisierungen zu Tage. Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen und eine Videoinstallation – Werke, die allesamt den Geist des Platzes widerspiegeln. Magdalena Hofmänner ist unter den neun weiblichen Kunstschaffenden. Die 94-jährige Flawilerin hat sich zeichnerisch mit den Kräutern und Blumen unter den ausladenden Baumkronen beschäftigt. Kaori Wiesli, der Japanerin, ist es gelungen, Kunst und Natur mit wenigen Farbstrichen in Einklang zu bringen und Ueli Siegenthalers spiegelnde Holzskulptur erinnert an den Holz-Pavillon im Garten, der von den Besuchern mit Akkuschraubern ausgestaltet werden soll. Gerda Züger hat sich ihrerseits der Menschen angenommen und die Heimwehflawilerin Barbara Keller aus Solothurn beeindruckt mit farbigen Gemälden. Mit Gemälden ist auch Cornelia Büchel vertreten: Erinnerungen an den verstorbenen Flawiler Bildhauer Johann Ulrich Steiger werden wach.

Das Kunstgen vererbt

Und da ist noch die «Steiger»-Familienwand: Wolfgang Steiger hatte seine Inspiration nebenan, auf dem Containerplatz, gefunden. Die zeichnerische Umsetzung wird in einem Altholzrahmen präsentiert. Auf einem Computer läuft die Videoinstallation seiner 17-jährigen Tochter Ornella: Stühle werden gerückt. Zur Figur gebündeltes Stroh dominiert indes die Zeichnung ihrer Schwester Ilona. Die 20-Jährige hatte Mama Jasmin ins Zentrum gerückt: als Drachenreiterin, welche die Glatthalde zähmt.

Nebst der Kunstausstellung steht heute ein theatersportliches Freundschaftsduell der beiden Improvisationstheater «Ross & heiter» aus Flawil und «Improgress» aus Wil an.

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