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FLAWIL: Die «Plastikteller» fliegen nicht

Zum 37. Mal hätte am Wochenende das Flawiler Frisbee- Turnier (FFT) stattfinden sollen. Jetzt wurde es kurzfristig abgesagt.

Die Mitteilung auf der Website des Disc Sports Clubs Tatonka ist knapp und nüchtern formuliert: «Schweren Herzens müssen wir das diesjährige Flawiler Frisbee- Turnier vom kommenden Wochenende absagen. Da sich dieses Jahr nur wenige Teams angemeldet und die ersten schon wieder abgemeldet haben, sind wir nun zu wenige Teams für eine Durchführung.» Dabei hatte der Verein als Organisator des zweitägigen Traditionsanlasses mit Campingmöglichkeit und Partyabend die Anmeldefrist noch bis vergangenen Sonntag verlängert – erfolglos.

Über mögliche Gründe für das mangelnde Interesse am diesjährigen Frisbee-Grümpeli wollte sich OK-Chef Michael Signer auf Anfrage nicht äussern. Auch nicht darüber, was die ­Absage des 37. Turniers für die Zukunft des FFTs bedeutet.

Tatsache ist hingegen, dass die Teilnehmerzahlen, mit 16 angemeldeten Mannschaften, bereits im vergangenen Jahr erheblich tiefer lagen als in früheren Jahren. 2008 beispielsweise hatten sich noch 21 Mannschaften zu jeweils fünf Personen (plus einem Ersatzspieler) an den Plausch-wettkämpfen auf der Sportanlage des Oberstufenzentrums Feld ­beteiligt, im Jahr des 30-Jahr-Turnierjubiläums (2010) gar ­deren 24.

In Flawil wird seit jeher eine Grümpelturnierversion von «Ultimate Frisbee» gespielt. Auf dem Feld stehen zwei Mannschaften, deren Ziel es ist, einen Pass des eigenen Teams in der Endzone des Gegners zu fangen, und auf diese Weise zu punkten. Die Kategorien sind im Hinblick auf die Austragung 2017 angepasst worden. Neu ist die Zahl der Frauen in den Teams nicht mehr entscheidend. Ausgeschrieben waren die Kategorien «Schüler» bis zur dritten Oberstufe, «Easy» – für alle, die Frisbee ausprobieren wollen oder einfach Spass an Ultimate haben – «Vollgas» für Erfahrene und Ambitionierte sowie «Pick-up» für Einzelspieler, die sich einem Team anschliessen wollen.

Das Flawiler Frisbee-Turnier gehört zu den ältesten seiner Art in der Schweiz. Ins Leben gerufen worden war es 1981, nachdem der in den 60er-Jahren entstandene Hype um die 175 Gramm schwere Kunststoffscheibe von den USA das europäische Festland erreicht hatte.

Ob die Absage des Flawiler Turniers als Indiz für ein generelles Abflachen des Interesses für diese Funsportart zu verstehen ist oder ob es sich um einen einmaligen Einbruch bei den Teilnehmerzahlen handelt, wird sich im kommenden Jahr zeigen. Dass das FFT neuerlich zur Ausschreibung gelangt, scheint aus Sicht der Organisatoren zumindest gegenwärtig ausser Frage zu stehen. Schreiben sie doch auf ihrer Homepage: «Wir hoffen auf zahlreich spielende Teams im nächsten Jahr.»

Andrea Häusler

andrea.haeusler@wilerzeitung.ch

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