Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

FLAWIL: Die Landstreicher waren da

Alte Appenzeller Tänze, welsche Geigenlieder und himmeltraurige Totenwalzer sind die Spezialität der Landstreichmusik um den Geiger Matthias Lincke. Am Freitag war das Quartett im Flawiler Kulturpunkt.
Michael Hug
Die Landstreichmusik mit «Giigämaa» Matthias Lincke, Dide Marfurt, Matthias Härtel und Elias Menzi. (Bild: Michael Hug)

Die Landstreichmusik mit «Giigämaa» Matthias Lincke, Dide Marfurt, Matthias Härtel und Elias Menzi. (Bild: Michael Hug)

Michael Hug

redaktion@wilerzeitung.ch

Kein zum Ausgang einladendes Wetter herrschte am Freitagabend im Land. Doch es gibt Gründe, ebendieses, nämlich auszugehen, doch zu tun. Die Landstreichmusik ist so einer. Insidern rennt der Ruf des ehemaligen Schwellbrunners Matthias Lincke – genannt «der Giigemaa» – voraus. Immer mal wieder taucht der in Zürich wohnende Lincke in der Ostschweiz auf, meist mit der Landstreichmusik in wechselnder Besetzung. Doch der Kern des unter anderen auch mit Christine Lauterburg erweiterten Quartetts ist in den letzten Jahren der selbe geblieben. Wobei die Besetzungen zu anderen Projekten des Geigenspielers immer etwas fliessend waren und dann und wann auch die Namen Töbi Tobler oder Ferdinand Rauber umfassten. Mit der Nachfolge Toblers am Hackbrett hat der junge Ebnat-Kappler Elias Menzi dessen Erbe angetreten.

Menzi ist nun neben Dide Marfurt und Matthias Härtel die Konstante in der Altfrentschen Besetzung der Landstreichmusik. Genau in die Besetzung tauchte Lincke am Freitag in Flawil auf – also ohne Christine Lauterburg. Müssig zu mutmassen, wie viel Publikum die Bernerin angelockt hätte. Das Wetter schien dann doch das triftigere Argument gewesen zu sein. Dennoch wurde es ein gemütlicher Abend. Gezupft, gestrichen und geleiert wurde, lustig-lüpfig hüpften die Melodien durch den Dachraum. Oft gab Lincke zu den Stücken auch einen Kommentar ab und öfters fiel der Ausdruck «altfrentsch»: Es ist die Musik des Appenzellerlands im 18. Jahrhundert.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.