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FLAWIL: Die Bagger sind aufgefahren

Die Arbeiten zur Sanierung des Bahnhofplatzes und des neuen Bushofs haben begonnen. Ab heute Montag werden die Werkleitungen verlegt. Ein Augenschein vor Ort zeigt, dass die Verkehrsregelung zur grössten Herausforderung wird.
Tim Frei
Zuerst wurden die Rabatten am Bahnhof Flawil von Baggern aufgebrochen. Dann wurden sie mit einem provisorischen Belag gefüllt. Später soll auf dieser Fläche der neue Bushof entstehen. (Bild: Tim Frei)

Zuerst wurden die Rabatten am Bahnhof Flawil von Baggern aufgebrochen. Dann wurden sie mit einem provisorischen Belag gefüllt. Später soll auf dieser Fläche der neue Bushof entstehen. (Bild: Tim Frei)

Passanten am Bahnhof Flawil trauen ihren Augen nicht: Ein Bagger bricht mit seiner Schaufel Teile des Bodens auf. Ein älterer Mann ist äusserst interessiert und fragt bei zwei Gemeindemitarbeitern nach, die dabei sind, ein Strassensignal-Schild «Allgemeines Fahrverbot» zu entfernen. Er will wissen: «Werden die Bahnhofsgebäude abgerissen?» Die zwei Männer beruhigen ihn: «Nein, der Bahnhofplatz wird saniert und ein neuer Bushof gebaut.»

Anfang der vergangenen Woche haben die Arbeiten zu diesem Bauprojekt begonnen. «Am Dienstagmorgen nach Ostern ging es als Erstes darum, Bäume und Grünflächen auf dem Bahnhofplatz zu roden», sagt René Bruderer, Geschäftsleiter Bau und Infrastruktur der Gemeinde Flawil. Das ist unschwer zu erkennen: An vielen Stellen sind von Bäumen nur noch deren Stümpfe zu sehen. Ein Baum wurde allerdings nicht gefällt, weil er den Bauarbeiten im Wege stand: Der Kastanienbaum gegenüber dem B’treff musste vielmehr weichen, da er gemäss dem Baumpfleger einige faule Stellen aufwies und die Baumgrube mittelfristig gesehen zu klein gewesen wäre. «Der Baum wird im Rahmen des Bauprojekts ersetzt», sagt Bruderer.

Auch Kinder im Kinderwagen machen grosse Augen, als sie sehen, wie der Bagger in den Boden eindringt und grosse Stücke heraushebelt. Weshalb aber müssen die Rabatten auf dem Bahnhofplatz aufgebrochen werden? «Damit wir mit den Bauarbeiten beginnen können, müssen wir eine ebene Fläche auf dem Bahnhofplatz haben», sagt Bruderer. Deshalb hätten die leicht erhöhten Grünflächen mit Zierpflanzen, die sogenannten Rabatten, zuerst abgebrochen werden müssen. «Schliesslich wurden die Rabatten dann mit Kies und einem provisorischen Asphaltbelag aufgefüllt, um eine ebene Arbeitsfläche und Platz für die Kurzzeitparkplätze zu haben.» Diese Arbeiten und das Roden seien Teil der Vorbereitungsphase gewesen. «Damit wurde Platz geschaffen, um mit den eigentlichen Bauarbeiten beginnen zu können.» Ende der vergangenen Woche wurden diese bauvorbereitenden Arbeiten abgeschlossen. «So können wir am Montag damit beginnen, den Belag aufzubrechen und die Werkleitungen für Gas, Wasser und Strom zu verlegen.»

Diese Arbeiten dürften bis Ende Mai dauern. In der nächsten Phase steht dann der Neubau des Bushofs an. Dieser soll auf der Fläche, wo einst die Rabatten waren – also in der Nähe des B’treffs – entstehen. Die erste Etappe der Sanierung des Bahnhofplatzes sowie der Neubau des Bushofs sollen bis Ende November abgeschlossen sein.

Mischung aus Freude und Anspannung

René Bruderer hat das Bauprojekt von Anfang an begleitet. Dass es nach einer so langen Planungsphase endlich losgehen konnte, freut ihn besonders. Er sagt aber auch: «Ich spüre schon auch eine gewisse Anspannung. Schliesslich wollen wir, dass die Arbeiten reibungslos und unfallfrei über die Bühne gehen.» Damit dies gelinge, sei die Organisation der Baustelle am Bahnhof zentral. «Eine unserer grössten Herausforderungen ist es, den öffentlichen sowie den Geschäfts- und Fussgängerverkehr zu koordinieren.» Wenn man bedenke, dass sich die Baustelle bis Ende November immer wieder verändere, sei dies nicht zu unterschätzen. «Eines unserer Ziele ist es, dass die Busse ihren Zeitplan trotz der Bauarbeiten einhalten können.» Herausfordernd werde es auch, da der Bahnhofplatz für den motorisierten Individualverkehr während der Bauzeit nur in Richtung Ost befahrbar sei. Ausserdem gehe es darum, dass die drei Anstösser der Baustelle – Migrolino, B’treff und Claro-Weltladen – ihre Lieferungen weiterhin ohne Einschränkungen entgegennehmen könnten. «Aus diesem Grund stehen wir mit ihnen in regelmässigem Kontakt», sagt Bruderer. Dass auch diese Herausforderung nicht unterschätzt werden darf, verdeutlicht sich vor Ort. Ein Lieferwagen hat gerade noch Platz, um vor dem B’treff zu halten und dort etwas abzugeben.

Klar ist: In den nächsten Monaten werden noch so manche Passanten ins Staunen kommen ob der Bauarbeiten am Bahnhof.

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