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FLAWIL: Der Lägelisnacht auf den Fersen

Neun Tage volles Programm: Dies haben die Organisatoren des «Grotto Glatto ... zum staubigen Hund» dem Publikum geboten. Die Resonanz war gross: «Wir hatten kaum je so viele Besucher», sagt Hausherr Wolfgang Steiger.
Andrea Häusler
Noch steht Ueli Siegenthalers pavillonähnliche Holzinstallation auf der Wiese beim Eingang. Ansonsten ­erinnert auf dem Glatthaldeareal kaum mehr etwas an die Grotto-Glatto-Tage 2017. (Bild: Andrea Häusler)

Noch steht Ueli Siegenthalers pavillonähnliche Holzinstallation auf der Wiese beim Eingang. Ansonsten ­erinnert auf dem Glatthaldeareal kaum mehr etwas an die Grotto-Glatto-Tage 2017. (Bild: Andrea Häusler)

Andrea Häusler

andrea.haeusler@wilerzeitung.ch

Noch hängen die Wegweiser an der Strasse. Auf das Areal der Bildhauerei Steiger jedoch ist die Stille bereits zurückgekehrt. Der Wind spielt mit den Blättern, Vögel zwitschern. Die zahlreichen Steinfiguren ziehen wieder konkurrenzlos die Blicke auf sich. Wo vergangene Woche die Feuerschale zum Grillieren geladen und Festzelte Obdach geboten hatten, ist das Gras plattgetreten. «Es dauert nicht lange, dann ist hier wieder alles grün», lacht Wolfgang Steiger, Hausherr und Mitglied der erstmals eingesetzten «Grotto Glatto»-Betriebsgruppe. Die Reorganisation habe sich bewährt, sagt er rückblickend. Der Betrieb mit klar in­struierten Tagesverantwortlichen sei entspannter gewesen.

Pizzaofen an der Kapazitätsgrenze

Locker hat Wolfgang Steiger auch die Stimmung auf dem Gelände erlebt: «Der gesellschaftliche Mix, der hier zusammenfindet, ist unbeschreiblich.» Dies ist unter anderem auch auf das ­Programm zurückzuführen, das zwischen dem 11. und 19. August täglich geboten worden ist. Das Bierbrauen, das theatersportliche Impro-Duell, das Open-Air-Re­ferat über die Heilwirkung von Edelsteinen, der Familientag und die diversen musikalischen sowie kulinarischen Attraktivitäten hätten ein sehr breites Publikum angelockt. Wobei der Pizzaofen – von Vater Johann Ulrich Steiger einst gebaut und kaum genutzt – zeitweilen an seine Kapazitätsgrenzen gelangt war. Die Warteschlangen und -zeiten seien zwischendurch lang gewesen, das Verständnis der Gäste aber gross. Auch für die Konzeptänderung rund um die Installation von Ueli Siegenthaler. Eigentlich hätte das Werk von Besucherinnen und ­Besuchern mit Holzlatten und Akkuschraubern baulich weiterentwickelt werden sollen. Dazu kam es nicht. «Aus Sicherheitsgründen», wie Wolfgang Steiger sagt.

Gefreut hat ihn persönlich vor allem das grosse Interesse an der diesjährige Kunstausstellung. Dieses «Grotto Glatto»-Element ist ihm, dem Bildhauer, ausgesprochen wichtig: «Die bildende Kunst hatte bisher stets ihren Platz im Programm und soll diesen weiterhin bekommen.»

Tradition wie die Flawiler Lägelisnacht?

Die «Grotto Glatto»-Woche etabliert sich allmählich im Flawiler Veranstaltungsjahr. Dies zeigen die Publikumszahlen, die wohl höchsten seit Bestehen des Angebots. «Allabendlich waren zwischen 70 und 100 Personen hier», sagt Wolfgang Steiger. Selbst als am Freitag Sturm und Gewitter über die Ostschweiz zogen, harrten um die 50 Hartgesottene auf dem Gelände aus. «Eingehüllt in Regenpelerinen», wie Steiger erzählt. Unbehaglich sei es gleichwohl gewesen. Obwohl die Infrastruktur standgehalten und die neue Bühne den Belastungstest bestanden habe.

Wie es weitergeht mit dem «Grotto Glatto» wird sich zeigen. Steiger glaubt an die Zukunft des Sommerprojekts, sagt aber ­augenzwinkernd: «Ob es sich so institutionalisieren lässt wie die Lägelisnacht – da bin ich mir noch nicht ganz sicher.»

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