FLAWIL: Biogas soll Energiemix aufmischen

Die Technischen Betriebe Flawil (TBF) und die Energiestadt Flawil haben sich zum Ziel gesetzt, einen Biogasabsatz von bis zu 30 Prozent zu erreichen. Ein erster Schritt ist eine Verdoppelung des Anteils beim Heizgas.

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Die Schweizer Stimmberechtigten haben sich im vergangenen Mai mit ihrem Ja zur Energiestrategie 2050 für lokal produzierte, erneuerbare Energie ausgesprochen. Erneuerbare Energie betrifft aber nicht nur Strom, welcher aus Windkraft und mit Fotovoltaikanlagen gewonnen wird. Hinter der erneuerbaren Energie versteckt sich einiges mehr – zum Beispiel Biogas aus Bioabfällen (ARA, Gülle, Grüngut oder Küchenabfälle), erneuerbares Gas (Power-to-Gas) oder Fernwärme (KVA, ARA).

0,2 Prozent des Schweizer Energiemix

Mit rund 32,5 Terawattstunden – das sind 32500000000 Kilowattstunden – liefert Erdgas einen bedeutenden Anteil der in der Schweiz verbrauchten Energie. Der Anteil beträgt 13,7 Prozent. Biogas machte 2016 gerade einmal 0,2 Prozent des Schweizer Energiemix aus. Damit dieser «Missstand» korrigiert wird, haben sich alle Schweizer Gasversorgungsunternehmen dafür ausgesprochen, bis zum Jahr 2030 einen Anteil von 30 Prozent Biogas in ihren Produkten aufzuweisen. Durch das in der Schweiz produzierte Biogas werden einerseits Importabhängigkeiten reduziert, und anderseits der CO2-Ausstoss verringert. Dieser Beschluss der Gasbranche wurde im Mai mit dem Ja zur Energiestrategie 2050 von den Schweizer Energiebezügern gestützt.

Von fünf auf zehn Prozent

Auch die Technischen Betriebe Flawil und die Energiestadt Flawil haben sich zu 30 Prozent Biogasabsatz bis zum Jahr 2030 bekannt. In einem ersten Schritt in diese Richtung erhöhen die TBF den Biogasanteil in den Heizgasprodukten von fünf auf zehn Prozent. Mit der Umsetzung dieser Massnahme macht sich Flawil auf den Weg in die Energiezukunft, heisst es in der entsprechenden Mitteilung der Flawiler Ratskanzlei. (gk)