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FLAWIL: Aus Speiseresten und Küchenabfall wird Biogas

Am 4. Januar findet in Flawil die erste Bioabfuhr statt. Am Arbeitsablauf ändert sich wenig. Genauso wie am Ort, an dem Grün- und Küchenabfälle sowie Speisereste verwertet werden. Neu ist dagegen die Finanzierung.
Tim Frei
Zwei Container mit Bioabfall werden in einen Kehrichtwagen entleert. (Bild: PD)

Zwei Container mit Bioabfall werden in einen Kehrichtwagen entleert. (Bild: PD)

Eigentlich ist der 4. Januar in der nächsten Woche ein Donnerstag wie jeder andere in Flawil. Mit einer Ausnahme: Kehrichtwagen werden dann nicht mehr nur Grünabfälle in Containern entgegennehmen, sondern neu auch Küchenabfälle und Speisereste. Dies, weil an diesem Tag die erste Bioabfuhr in Flawil durchgeführt wird.

Die Umstellung von der für den Bürger kostenlosen Grünabfuhr zur verursachergerechten, kostenpflichtigen und ganzjährigen Bioabfuhr erfolgt nicht aus freien Stücken, sondern auf Verfügung des Departements des Innern des Kantons St. Gallen. Diese verlangt, dass die Abfallbeseitigung in Flawil per 1. Januar 2018 selbsttragend sein muss. Der Gemeinderat und der Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) haben sich auf ein Modell geeinigt, das nebst der Grünabfuhr die Entsorgung von Küchenabfällen und Speiseresten einschliesst und bereits in mehreren Gemeinden angewendet wird – darunter in der Nachbargemeinde Degersheim. «Finanziert wird die Bioabfuhr durch den Verkauf von Marken», sagt Claudio Bianculli, Vorsitzender der Geschäftsleitung des ZAB. Das sei die zentrale Veränderung: «Bisher erfolgte die Finanzierung durch die Gemeinde mittels Steuerhaushalt.» Am Arbeitsablauf ändert sich nur wenig. «Das Flawiler Unternehmen Brunner Umweltservice wird weiterhin die Sammeltouren fahren und die Container werden wie bisher eingesammelt sowie im Wagen entleert». Gleich wie zuvor ist auch die Verwertung. «Der Abfall wird in der Axpo-Kompogasanlage in Niederuzwil zu Biogas vergärt, also energetisch verwertet.»

Aus Gärungsrest entsteht Dünger

Die Bioabfuhr ist nicht nur für die Bürger von Vorteil, sondern auch für die Axpo: «Küchenabfälle und Speisereste bestehen in der Regel mehrheitlich aus organischen Materialien. Das erlaubt eine effiziente Nutzung von viel Energie beim Gärungsprozess», sagt Bianculli. Nach diesem Prozess bleibt ein Gärungsrest übrig. Daraus entsteht Dünger.

Tim Frei

tim.frei@wilerzeitung.ch

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