Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

FLAWIL: Altartisch macht der Bühne Platz

Das Programm steht, die baulichen Anpassungen sind im Gang, die ausstellenden Künstler instruiert: Die sechsköpfige Betriebsgruppe ist für das Grotto Glatto 2017 gerüstet. Die Eröffnung findet am 11. August statt.
Andrea Häusler
Eva Froidevaux und Wolfgang Steiger sorgen als Mitglieder der sechsköpfigen Betriebsgruppe im Hintergrund dafür, dass die Besucher auch am fünften Grotto Glatto auf ihre Kosten kommen. (Bild: Andrea Häusler)

Eva Froidevaux und Wolfgang Steiger sorgen als Mitglieder der sechsköpfigen Betriebsgruppe im Hintergrund dafür, dass die Besucher auch am fünften Grotto Glatto auf ihre Kosten kommen. (Bild: Andrea Häusler)

Andrea Häusler

andrea.haeusler@wilerzeitung.ch

Es ist ein idyllischer, fast mystischer Ort, das Areal der Bildhauerei Steiger an der Glatthaldenstrasse. Eine grüne Oase zwischen nüchternen Industriebauten, grauen Beton- und Kiesvorplätzen. Zum fünften Mal wandelt sich der ­kleine Park in der ersten Woche nach den Sommerferien zum ­Begegnungsort: Zwischen Musik und Tanz, Kulinarischem und Unterhaltendem, Wellness und Sport – letztlich und vor allem jedoch der Menschen. Am Montag haben sich hier interessierte Kunstschaffende getroffen, sich von den Pflanzen, Bauten, bestehenden Kunstobjekten und der Atmosphäre inspirieren lassen für die künstlerische Um­setzung des Themas «Kunst vor Ort», die am 11. August mit einer Vernissage eröffnet wird. Die Betriebsgruppe ist organisatorisch auf Kurs. Dies bestätigen die beiden Mitglieder Wolfgang Steiger und Eva Froidevaux.

Das Grotto Glatto … zum staubigen Hund steht vor der fünften Auflage. Was ist neu?

Steiger: Erst einmal die Organisationsstruktur. Wir haben eine Betriebsgruppe geschaffen. Die Ressorts wurden aufgeteilt, die Verantwortlichkeiten klar definiert und auf die verschiedenen Schultern verteilt.

Froidevaux: Das Bedürfnis hat sich nach viermaliger Durchführung abgezeichnet. Jetzt sind die Kommunikationswege kurz, und der regelmässige Austausch ist gewährleistet.

Wurden Änderungen an der Infrastruktur vorgenommen?

Steiger: Es gibt einen grösseren Beizenbereich. Wir ­haben den alten Abendmahltisch weggeräumt und an dessen Standort die Bühne platziert. Das bedeutet, dass dieses Jahr die ganze «Terrasse» mit Tischen und Festbänken bestückt werden kann.

Und vom Programm her?

Froidevaux: Ziel war es wiederum, ein möglichst breites Pu­blikum anzusprechen: Grotto-­Glatto-Fans, lockere Menschen, Leute, die einen entspannten Abend geniessen möchten. So ist auch das Programm ausgerichtet. Begegnungen sollen möglich sein, ungezwungen, frei von Verpflichtungen. So gibt es beispielsweise auch keinen Konsumzwang.

Steiger: Auf Familien wurde ein spezielles Augenmerk gelegt. Für diese haben wir am Sonntag ­einen speziellen Tag geplant. Mit Gelegenheit zum Pingpong- oder Federballspielen und zum Gril­lieren. Kreativen Spass verspricht auch Ueli Siegenthalers pavillonähnlicher Unterschlupf aus ­Latten, Geäst und Brettern, der als Gemeinschaftswerk gestaltet werden soll. Jeder, der einen Akkuschrauber mitbringt, kann mitwirken. Vorab gestellt wird nur das Gerüst.

Wie schaut es mit der Finanzierung des Veranstaltungs-Marathons aus?

Steiger: Das Grotto Glatto ist ein «No-Budget-Festival». Die Ausstellerinnen und Aussteller zahlen für ihre Werke keine Platz­gebühren, brauchen von allfälligen Verkaufserlösen auch nichts abzugeben. Alle Helferinnen und Helfer arbeiten ehrenamtlich mit und die auf tretenden Musik­gruppen bescheiden sich mit einer vernachlässigbaren «Gage».

Froidevaux: Und diese wird über freiwillige Beiträge und den Festwirtschaftsbetrieb finanziert. Es gibt eine Hutsammlung für die Künstler und eine Kollekte für den Betrieb.

Und wenn das Wetter nicht mitspielt?

Steiger: Viel passieren kann uns auch dann nicht. Sonst würde der Kulturverein Touch einspringen. Dieser leistet jeweils eine Defizitgarantie, die wir bisher aber noch nie beanspruchen mussten.

Ein Insidertipp für die Besucherinnen und ­Besucher?

Froidevaux: Unbedingt den Schokoladekuchen probieren. Der ist inzwischen traditionell und wird daher auch in diesem Jahr wieder angeboten.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.