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FLAWIL: 9:9 und ein lachender Dritter

Ross & heiter hat die Herausforderung der Wiler Improtheatergruppe Improgress angenommen und sich dem theatersportlichen Duell gestellt. Austragungsort des Wettkampfs war das «Grotto Glatto».
Andrea Häusler
Sandra Peterer («Ross & heiter») wundert sich, dass ihr Grossvater (Fabian Engbersen/«Improgress») ohne Hörgerät unterwegs ist.

Sandra Peterer («Ross & heiter») wundert sich, dass ihr Grossvater (Fabian Engbersen/«Improgress») ohne Hörgerät unterwegs ist.

Andrea Häusler

andrea.haeusler@wilerzeitung.ch

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Im Fall des verbalen und mimischen Schlagabtausches zwischen Flawil und Wil auf der neuen Glatthalde-Bühne war Letzterer das Publikum.

Dieses hatte sich nicht zweimal bitten lassen – trotz der ungünstigen Wetterprognose. Die Bänke auf der überdachten Terrasse und unter den beiden Zelten füllten sich mit heimischen und auswärtigen Gästen, mit Fans von hier und dort. Sie waren Zuschauer und Jury zugleich.

Je ausgefallener, desto spassiger

Das Heimteam sammelte rote Karten zuhauf, das Gasttrio aus Wil stattdessen grüne. Allerdings nicht für unsportliche Interventionen oder ausserordentliche Fairness – auf der Bühne gelten andere Regeln als auf dem Rasen. Rot zückte das erstaunlich unparteiische Publikum, wenn Flawils Auftritt überzeugte, grün, wenn Wil die bessere Performance ablieferte.

Die Ansprüche der Zuschauer waren hoch, die Inputs der einzelnen ideenreich. Ausgefallen, originell, auf jeden Fall kreativ waren die Stichworte, die den Akteuren vorgegeben wurden – entsprechend spassig oder peinlich fielen die improvisierten Szenerien auf der Bühne aus.

Ein Beispiel: Allein aufgrund der Gestik des Szenenpartners soll ein «Angeklagter» im Verhör sein Verbrechen zugeben.

Die Zuschauerinnen und Zuschauer hatten der Tat folgende Begriffe zugrunde gelegt: Gummi-Ente, Samichlaus, Ersticken und Baumhütte. Die Spontaneität der Darsteller, Gestik und Mimik begeisterten, und Improgress punktete. Es folgte Kurzauftritt auf Kurzauftritt. Abwechselnd versuchten sich Sandra Peterer, Rolf Claude, und Eddie Frei von Ross & heiter sowie Tinu Keller, Fabian Engbersen und Bernie Forster von Improgress im Kampf, um die Publikumsgunst zu übertreffen. Dabei ging es im theatersportlichen Wettstreit nur vordergründig um Sieg und Niederlage.

Am Ende ein Unentschieden

Tatsächlich war das Ziel der beiden Improtheater-Gruppen von Anbeginn weg ein gemeinsames: dem Publikum mit aus dem Stegreif «erzählten», schlüssigen Episoden und unlogischen Geschichten einen unterhaltsamen Abend zu bescheren. Ausserdem Kurzkomödien zum Besten zu geben, die ohne Drehbuch auskommen, aus der Situation entstehen und somit einmalig bleiben.

Adäquat versöhnlich fiel letztlich auch das Resultat des freundschaftlichen Wettstreits aus. Die Teams trennten sich unentschieden mit 9:9 Punkten.

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