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Fischsterben in der Uze: Folgeschäden sind noch nicht absehbar

Die Uze fliesst in Niederuzwil dahin, als wäre nichts passiert. Doch die Verschmutzung durch Betonwasser am Montagabend hat ihre Spuren hinterlassen: 300 tote Fische und 180 Kubikmeter Schmutzwasser.
Hans Suter
Das verschlammte Wasser wurde in Container gepumpt und zur Reinigung in eine spezialisierte Firma transportiert. (Bild: Hans Suter)

Das verschlammte Wasser wurde in Container gepumpt und zur Reinigung in eine spezialisierte Firma transportiert. (Bild: Hans Suter)

Für den Fischereiverein Thur ist die Verschmutzung des Dorfbachs im Bereich der Sportstrasse in Niederuzwil eine Katastrophe. «Die Uze ist eines unserer Aufzuchtgewässer für heimische Forellen», sagt der Wiler Fabian Sternig. Er ist Vizepräsident des 1894 gegründeten Vereins und für die Gewässerbewirtschaftung zuständig. Jährlich würden auf eigene Kosten etwa 20000 Brütlinge ausgesetzt mit dem Ziel, ein Jahr später möglichst viele Überlebende in der Thur aussetzen zu können. Etwa 10 bis 15 Prozent würden es schaffen, zuweilen gar 20 Prozent, der grosse Rest falle Fressfeinden und anderen Ursachen zum Opfer.

Viel Aufzuchtarbeit kann zerstört werden

Die 300 toten Fische machten prozentual zwar nur einen kleinen Teil der Fauna im Gewässer aus. Auch finanziell wirke der direkte Schaden mit schätzungsweise 2000 Franken eher gering. «Doch die Folgeschäden sind noch nicht absehbar», ordnet Fabian Sternig das Ereignis mit Besorgnis ein. Denn das Betonwasser, das durch ein Malheur auf einer Baustelle in die Uze gelangte, könnte auch nachhaltige Schäden angerichtet haben, die heute noch nicht sichtbar seien. Beispielsweise sei nicht absehbar, wie viele Fische erst später daran zugrunde gingen. Deshalb lasse sich noch nicht abschätzen, wie viel Aufzuchtarbeit dadurch zerstört worden sei. Fabian Sternig sieht aber auch das Positive: «Durch das schnelle Handeln aller Beteiligten konnten etwa 400 Fische evakuiert werden.» Diese wurden weiter unten in der Thur ausgesetzt.

Verschlammtes Wasser wird gereinigt

Das ätzende Betonwasser verschlammte das Bachbett sichtbar. (Bild: Kapo)

Das ätzende Betonwasser verschlammte das Bachbett sichtbar. (Bild: Kapo)

Bleibt die Frage, was mit den toten Fischen und dem verschlammten Wasser geschieht. «Die toten Fische wurden zur Tierkörpersammelstelle gebracht», erklärt Massimo Pasquini, Vizekommandant der Feuerwehr Uzwil. Von dort werden sie zur TMF Extraktionswerk AG in Bazenheid gebracht, wo sie zu Extraktionsfett und Tiermehl verarbeitet werden. Um Schlimmeres zu verhindert, hatte die Feuerwehr zwei Wassersperren errichtet und 180 Kubikmeter verschmutztes und verschlammtes Wasser abgepumpt. Dieses wird nun in einer Firma gereinigt.

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