Fischingen budgetiert ein Defizit

Die Politische Gemeinde Fischingen wird nächstes Jahr voraussichtlich einen Verlust von 664 000 Franken einfahren. Am vor einem Jahr gesenkten Steuerfuss will Gemeindeammann Willy Nägeli dennoch festhalten.

Olaf Kühne
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Willy Nägeli Gemeindeammann Fischingen (Bild: Olaf Kühne)

Willy Nägeli Gemeindeammann Fischingen (Bild: Olaf Kühne)

FISCHINGEN. «Wir budgetieren lieber vorsichtig und lassen uns dann positiv überraschen», sagt Gemeindeammann und Finanzvorsteher Willy Nägeli. Er hofft denn auch, dass das budgetierte Defizit von 664 000 Franken, welches er der Gemeindeversammlung vom 25. November (siehe Kasten) vorlegen wird, dereinst tiefer ausfallen wird.

Weniger Finanzausgleich

Vieles sei auch gar nicht beeinflussbar, betont Nägeli. So erhält Fischingen schon im laufenden Jahr aufgrund besserer Abschlüsse als erwartet in der Vergangenheit einen um 200 000 Franken tieferen Finanzausgleich. Folglich rechnet die Gemeinde auch im kommenden Jahr mit einem tieferen Zustupf vom Kanton.

Auf der Ausgabenseite fällt laut Nägeli ins Gewicht, dass Fischingen seit einem Jahr seine Abschreibungen mit einem Satz von 20 anstelle von 12 Prozent vornimmt. Angesichts der finanziellen Lage wolle man aber 2016 wieder zum moderateren Abschreibungssatz zurückkehren.

Steuerfuss bleibt bei 68 Prozent

Nicht rütteln will Nägeli hingegen am Steuerfuss. Dieser wurde vor einem Jahr um zwei auf heute 68 Prozent gesenkt. Dort soll er laut Finanzplan in den nächsten Jahren auch bleiben – obwohl sich das Nettovermögen, das letztes Jahr noch eine halbe Million Franken betrug, schon Ende nächsten Jahres in Schulden von 1,7 Millionen Franken ändern wird. Für das Jahr 2019 sieht der Finanzplan gar eine Verschuldung von 4,2 Millionen Franken vor. «Das ist unser Worst-Case-Szenario, wenn sich auf der Einnahmenseite nichts ändert», sagt Willy Nägeli.

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