Findungskommission sucht Hollensteins Nachfolger

Niklaus Hollensein, seit 22 Jahren Gemeindepräsident von Niederbüren, hat vergangene Woche seinen Rücktritt auf Ende September 2019 bekannt gegeben. Die Parteien haben die Suche nach einem geeigneten Nachfolger aufgenommen.

Zita Meienhofer
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«Ich bin noch fit, habe Freude an meiner Arbeit und überhaupt keine Sehnsucht, in den Ruhestand zu treten», das sagte Niklaus Hollenstein im 2015 auf die Frage, ob er sich für die nächste Legislaturperiode (2017 bis 2020) wieder zur Verfügung stellen werde. Der damals 60-Jährige liess jedoch durchblicken, dass er während der nächsten Amtsdauer zurücktreten werde. Diese Ankündigung hat der CVP-Mann vergangene Woche umgesetzt. Sein Amt wird er in einem Jahr an seinen Nachfolger übergeben. Um diese Nachfolge müssen sich nun Niederbürens Parteien kümmern.

Sie machen dies gemeinsam

«Wir haben eine Findungskommission ins Leben gerufen», erklärt Bruno Eschmann, Präsident der FDP Niederbüren und Mitglied des Gemeinderats. Gemeinsam mit der CVP, der SVP, dem Gewerbeverein, der IG Landwirtschaft sowie der Bürgerkorporation soll am kommenden Dienstag besprochen werden, aus welchen Personen sich diese Findungskommission zusammensetzen und wie die Kommission künftig agieren wird. Was allerdings jetzt schon bekannt ist: «Die Stelle wird ausgeschrieben», so Bruno Eschmann.

Wahltermin soll in zwei Monaten festgelegt sein

Wahltermin sollte in zwei Monaten festgelegt sein Gesucht wird nach einer Person, die wählbar ist und die Gemeinde weiterbringe, sagt Eschmann über das Anforderungsprofil. Daniele di Bella, Vizepräsident der CVP Niederbüren erklärt, dass die Parteiangehörigkeit nicht im Zentrum stehe. «Relevant ist», so di Bella, «dass eine gute Nachfolge gefunden werden kann». Pascal Frommenwiler von der SVP war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Der Wahltermin wurde noch nicht definiert. Eschmann rechnet damit, dass dieser in spätestens zwei Monaten feststehen wird.

Überparteilicher Wahlausschuss portierte Hollenstein

Niklaus Hollenstein wurde im September 1996, bei den ordentliche Erneuerungswahlen, als Nachfolger von August Fräfel zum Gemeindepräsidenten von Niederbüren gewählt. Er war vorher als Grundbuchverwalter bei der Gemeindeverwaltung Bronschhofen tätig. Ende 2016 hatte er seine fünfte Amtsperiode beendet und zu diesem Zeitpunkt seit 20 Jahren die Gemeinde Niederbüren präsidiert. Als Niklaus Hollenstein als Nachfolger für August Fräfel vorgestellt wurde, stand für ihn fest, dass er in diesem Amt bis zu seiner Pensionierung tätig sein möchte. Das war damals auch der Wunsch des überparteilichen Wahlausschusses, der den heute 63-Jährigen portiert hatte.