Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Ungeeignet: Findungskommission spricht sich gegen Jörg Caluori als Gemeindepräsident von Niederbüren aus

Drei Kandidaten bewerben sich für das Gemeindepräsidium von Niederbüren. Christoph Koenig und Caroline Bartholet hat die Findungskommission ausgewählt, Jörg Caluori hat sich selbst aufgestellt. Letzterem hat die Kommission nun das Vertrauen verweigert.
Tobias Söldi
Kämpft um das Amt des Gemeindepräsidenten von Niederbüren: Jörg Caluori. (Bild: Ralph Ribi)

Kämpft um das Amt des Gemeindepräsidenten von Niederbüren: Jörg Caluori. (Bild: Ralph Ribi)

In einer Medienmitteilung spricht sich die Findungskommission klar gegen den Kandidaten Jörg Caluori aus. Die Begründung:

«Nach einstimmiger Meinung entspricht die Kandidatur in mehreren Punkten nicht dem Anforderungsprofil für das zu bestellende Gemeindepräsidium Niederbüren.»

Die Kommission empfiehlt deshalb die beiden anderen Kandidaten – Caroline Bartholet und Christoph Koenig – zur Wahl. Jörg Caluori, ehemaliger Geschäftsführer der Rösslitor-Buchhandlung in St. Gallen, bewarb sich vor knapp zwei Wochen als dritter Kandidat überraschend für das Gemeindepräsidium von Niederbüren. Er ist kürzlich in die Gemeinde gezogen.

Das Alter ist ein Thema

Zu den in der Mitteilung erwähnten Punkten will sich Bruno Eschmann von der Findungskommission nicht konkreter äussern. «Die Anforderungen kommen im Stelleninserat klar zum Vorschein», sagt er auf Nachfrage. Dieses beinhaltet unter anderem:

  • unternehmerisches Denken und Handeln
  • Erfolgreiche Führungserfahrung
  • Freude an politischer Arbeit
  • vorteilsweise Verwaltungserfahrung

«Wir wollen einen fairen Wahlkampf und den Kandidaten nicht verletzen oder schlechtmachen», begründet Eschmann seine Zurückhaltung.

Indirekt thematisiert wird in der Mitteilung allerdings das Alter der drei Kandidaten. Jörg Caluori ist mit 65 Jahren der älteste der drei Kandidaten und bereits pensioniert. Caroline Bartholet ist 50 Jahre alt, Christoph Koenig 49. Die beiden von der Findungskommission ausgewählten Kandidaten verfügten «über das geeignete Alter, um unsere Gemeinde in die Zukunft zu führen», heisst es in der Mitteilung. Das Alter allerdings ist für Eschmann nicht der Hauptpunkt.

Unverständnis bei Jörg Caluori

Bei Caluori ruft das Vorgehen der Findungskommission Befremden hervor, auch deshalb, weil er nicht im Vorfeld über deren Inhalt informiert worden sei, was ihn an der Kommunikationsfähigkeit der Kommission zweifeln lasse. Er fragt sich:

«Wie kann sich die Kommission ein Urteil erlauben, ohne je mit mir ein Wort gesprochen zu haben?»

Natürlich kenne er das Anforderungsprofil, und ihm sei bewusst, dass er in seiner Laufbahn noch nie ein politisches Amt bekleidet habe. «In Sachen Führungserfahrung und Organisation macht mir aber niemand so schnell etwas vor.» Auch das Alter lässt er nicht als Argument gelten: «In Amerika kandidiert mit Bernie Sanders ein 77-Jähriger für das Präsidentenamt.» Von seiner Kandidatur lässt sich Caluori durch diese Mitteilung nicht abbringen. «Im Gegenteil», sagt er.

Jeder darf sich aufstellen

Grundlage für die Empfehlung der Findungskommission sind Caluoris Bewerbungsunterlagen, die vor knapp zwei Wochen bei der Gemeinde eingegangen sind. «Die Gemeinde hat auf unsere Nachfrage die Zustimmung von Herrn Caluori eingeholt, sodass wir das Schreiben einsehen konnten. Das ist fair und korrekt, die Findungskommission hat das sehr geschätzt», sagt Eschmann. Dass ein dritter Kandidat sich so kurzfristig für das Gemeindepräsidium bewarb, hat die Findungskommission nur bedingt überrascht: «Das ist völlig legitim. Grundsätzlich darf sich jeder aufstellen», sagt Eschmann.

Hinweis: Die Wahl findet am 19. Mai statt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.