Finanzielle Beiträge an klösterliche Bauprojekte

Das Kloster Magdenau baut. Drei Projekte wurden der kantonalen Denkmalpflege mit dem Gesuch um finanzielle Unterstützung eingereicht. Ein Bauvorhaben betrifft das Klostergebäude selbst, bei den anderen handelt es sich um energetische Sanierungen am Försterhaus sowie dem Pächterhaus.

Andrea Häusler
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Das Pächterhaus des Klosters Magdenau wird energetisch saniert. Die Gemeinde Degersheim leistet – unter anderen – einen finanziellen Beitrag. (Bild: Andrea Häusler)

Das Pächterhaus des Klosters Magdenau wird energetisch saniert. Die Gemeinde Degersheim leistet – unter anderen – einen finanziellen Beitrag. (Bild: Andrea Häusler)

MAGDENAU. Beim Pächterhaus des Gutsbetriebs des Klosters Magdenau in der Techenwies 892 sind die Handwerker vorgefahren. Abbruchmaterial liegt vor dem Haus. «Die Liegenschaft wird energetisch saniert», sagt Degersheims Bauverwalter Ernst Wessner. Nach den Vorgaben der kantonalen Denkmalpflege. Denn dies sei Voraussetzung dafür, dass der Kanton die beantragten Gelder spreche. Eine von mehreren Bedingungen, die es zu erfüllen gelte. Grundsätzlich, sagt Wessner, würden nur Beiträge an denkmalpflegerisch relevante Bauteile gesprochen. Ein weiteres Kriterium sei, dass sich nebst dem Kanton auch die Gemeinde (im konkreten Fall sogar der katholische Konfessionsteil) an den Kosten beteilige.

Pflästerung vor der Tankstelle

Die selben Vorgaben gelten auch für die beiden weiteren Bauprojekte, für die das Kloster Gelder der Denkmalpflege beantragt hat: die Fenstersanierung im Försterhaus Magdenau 901 sowie die Pflästerung im Hof des Klosters. Der Pflasterbelag ist indirekte Folge einer Auflage des Amts für Umwelt, das im Bereich der Tankstelle im Klosterhof einen befestigten Boden mit Benzinabscheider verlangt hatte. «Mit dem Ziel, den Vorplatz des Klosters einheitlich zu gestalten fiel der Entscheid gegen eine Betonplatte zugunsten der aufwendigeren und kostspieligeren Pflästerung aus», sagt Ernst Wessner. Die Projekte hätten im Sommer/Herbst vergangenen Jahres aufgelegen, die Einsprachefrist sei unbenützt verstrichen.

Aufgrund der Beurteilung der lokal-regionalen beziehungsweise nationalen Bedeutung der Bauten des Magdenauer Klosters hat die kantonale Denkmalpflege die anrechenbaren Kosten der Projekte festgelegt und der Gemeinde bereits vor Weihnachten die Verfügung zugestellt. Die Kosten sollen zu je einem Drittel von der kantonalen Denkmalpflege, dem Konfessionsteil und der Gemeinde Degersheim getragen werden. Auf Degersheim entfällt ein Beitrag von 4608 Franken, den der Gemeinderat bereits zugesichert hat, wie er mitteilt.

Staplerpiste auf eigene Kosten

Wenn auf dem Gebiet des Klosters gebaut wird, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass öffentliche Gelder fällig werden. So wurde beispielsweise das Areal, auf dem die Stapler der Sägerei zirkulieren, neu befestigt. Ein denkmalpflegerisch nicht relevantes Bauvorhaben. Dafür, sagt Ernst Wessner, sei auch kein Gesuch eingereicht worden.