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FINANZEN: Steuergelder flossen in Strömen

2015 trat der Uzwiler Gemeinderat auf die Sparbremse, weil die Steuereinnahmen ausblieben. 2016 war alles anders: Die Rechnung schliesst mit einem satten Überschuss von 2,23 Millionen Franken ab.
Urs Bänziger
Verwaltungsleiter Thomas Stricker und Gemeindepräsident Lucas Keel freuen sich über das Rechnungsergebnis 2016. (Bild: Urs Bänziger)

Verwaltungsleiter Thomas Stricker und Gemeindepräsident Lucas Keel freuen sich über das Rechnungsergebnis 2016. (Bild: Urs Bänziger)

Urs Bänziger

urs.baenziger@wilerzeitung.ch

Was für ein Unterschied: Noch im Sommer 2015 leitete der Uzwiler Gemeinderat unverzüglich Sparmassnahmen ein, nachdem die Steuererträge deutlich unter den Erwartungen geblieben sind. Im Rechnungsjahr 2016 sah das ganz anders aus: Da sprudelten die Steuergelder förmlich.

Statt eines budgetierten Defizits von 248000 Franken resultierte ein satter Überschuss von 2,23 Millionen Franken. Bei den Einkommens- und Vermögenssteuern wurden Mehreinnahmen von gut 1,1 Million Franken verzeichnet – nachdem es bei dieser für die Gemeinde wichtigsten Einnahmequelle im 2015 noch gewaltig harzte. Zum deutlich besseren Ergebnis haben auch die restlichen Steuern beigetragen, mit Mehreinnahmen gegenüber dem Budget von rund 1,1 Millionen Franken.

Und warum diese Kehrt­wende innert zwei Jahren? «Den Uzwilerinnen und Uzwilern ist es besser gegangen, als wir erwartet haben», sagt Gemeindepräsident Lucas Keel. 2015 hatte die Gemeinde weniger Steuern eingenommen, weil die Veranlagung vereinzelter Personen nicht den Erwartungen entsprach. Die höheren Einnahmen im vergangenen Jahr seien allerdings nicht auf wenige Steuerzahler zurückzuführen, sondern sie stützen sich auf eine breite Basis, sagt Keel.

Neben dem Rechnungsergebnis sind für den Gemeindepräsidenten auch die Nettoinvestitionen von 11,8 Millionen Franken bemerkenswert. «Uzwil hat schon lange nicht mehr so viel Geld investiert wie 2016. Damit bewegt sich unsere Gemeinde entgegen dem Trend der öffentlichen Hand im Kanton, die sich mit Investitionen zurückhielt.» Trotz hoher Investitionstätigkeit betrage der Selbstfinanzierungsgrad rund 80 Prozent. «Diese Kennzahl zeigt, dass sich die Verschuldung in einem verkraftbaren Rahmen hält», sagt Keel. Die Nettoschuld je Einwohner lag Ende 2016 bei 500 Franken. Werte von weniger als 1000 Franken würden als tiefe Verschuldung angesehen, sagt Verwaltungsleiter Thomas Stricker.

Das insgesamt bessere Rechnungsergebnis von rund 2,5 Millionen Franken ist hauptsächlich auf die höheren Steuereinnahmen zurückzuführen. Die anderen Abweichungen fallen praktisch nicht ins Gewicht.

Lucas Keel äussert sich vorsichtig zum Steuerfuss

Mit dem Budget 2017 senkte die Gemeinde Uzwil den Steuerfuss von 145 auf 140 Prozentpunkte. Angesichts des grossen Gewinns drängt sich die Frage auf, ob nicht noch eine weitere Steuerfussreduktion möglich ist. Gemeindepräsident Lucas Keel äussert sich dazu vorsichtig, zumal die Steuerkraft von Uzwil nur leicht ge­stiegen ist. «Der Steuerfuss ist im Gemeinderat ein ständiges Thema. Er beurteilt die Situation aber auch mit einer gewissen Vorsicht. Nach der Budgetdiskussion im September wissen wir mehr.»

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