FINANZEN: Deutlich bessere Steuererträge als budgetiert

Im vergangenen Jahr hat die Gemeinde Uzwil rund 2,2 Millionen Franken mehr an Steuern eingenommen. Ausser den Quellensteuern liegen alle Erträge über den Erwartungen.

Urs Bänziger
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80 Prozent der Steuereinnahmen in der Gemeinde Uzwil tragen die Einkommens- und Vermögenssteuern bei. Bei diesen Steuern harzte es in den vergangenen Jahren, weshalb sich der Gemeinderat gezwungen sah, bei den Ausgaben den Rotstift anzusetzen und Investitionen zurückzustellen. Im Rechnungsjahr 2016 präsentiert sich die Situation deutlich besser. Budgetiert waren bei den Einkommens- und Vermögenssteuern Einnahmen von rund 31,3 Millionen Franken. Tatsächlich resultierte ein Ertrag von rund 32,4 Millionen, was eine Verbesserung von 1,1 Millionen Franken bedeutet. Mit diesem Ergebnis sei wieder das Niveau von 2013 erreicht worden, bemerkt der Gemeinderat. Ob diese positive Entwicklung anhalten wird, lässt er offen. Fakt ist, dass die Gemeinde trotz der Steuerfusssenkung um fünf Prozentpunkte im Budget 2017 bei den Einkommens- und Vermögenssteuern von Einnahmen von 31,85 Millionen Franken ausgeht.

Auch bei fast allen anderen Steuern sind die Erträge gegenüber dem Budget im Plus. Ausgenommen die Quellensteuern, die um rund 250000 Franken unter den Erwartungen liegen. Bei einem budgetierten Total aller Steuern von 38,342 Millionen Franken und einem tatsächlichen Ertrag von 40,556 Millionen hat die Gemeinde Uzwil unter dem Strich rund 2,2 Millionen Franken mehr eingenommen.

Nachdem die Steuereinnahmen deutlich über den Erwartungen liegen, geht der Gemeinderat von einem Rechnungsergebnis mit schwarzen Zahlen aus. Budgetiert worden war ein Defizit von 248000 Franken. Am 12. Februar stimmt die Schweiz über die Unternehmenssteuerreform III ab. Bei einer Annahme rechnet die Gemeinde Uzwil mit Einbussen um die 50 Prozent. 2016 betrugen die Gesellschaftssteuern 3,2 Millionen Franken.

Urs Bänziger

urs.baenziger@wilerzeitung.ch