FINANZEN: Das Jahr der Steuerentlastungen

In Uzwil ist die Senkung des Steuerfusses beschlossene Sache, die Gemeinden Oberuzwil und Oberbüren entscheiden nächste Woche. Niederbüren folgt im April.

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In der nächsten Woche werden die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinden Oberbüren und Oberuzwil über eine Steuerfusssenkung befinden. Kaum anzunehmen, dass sie den Anträgen des Gemeinderates nicht folgen werden. Zumal in beiden Gemeinden die Finanzlage eine Entlastung der Steuerzahler zulässt.

An der Oberbürer Bürgerversammlung vom Montag beantragt der Gemeinderat eine Senkung um vier Prozentpunkte, von 112 auf 108. Damit ist Oberbüren in der Region Uzwil die Gemeinde, die mit Abstand den tiefsten Steuerfuss aufweist. Um allfäl­lige defizitäre Rechnungsjahre auszugleichen, steht aktuell ein Eigenkapital von über zehn Millionen Franken zu Verfügung. Wie der Oberbürer Behörde, ist auch dem Oberuzwiler Gemeinderat eine solide Finanzpolitik wichtig. «Wir senken den Steuerfuss nicht, um ihn in zwei Jahren wieder erhöhen zu müssen», sagt Gemeindepräsident Cornel Egger. Die vom Gemeinderat an der Bürgerversammlung vom nächsten Dienstag beantragte Steuerfusssenkung um drei Prozentpunkte, von 132 auf 129, soll denn auch Bestand haben. Um Rechnungsdefizite in den nächsten Jahren decken zu können, kann die Gemeinde Oberuzwil auf ein Eigenkapital von fast sieben Millionen Franken zurückgreifen.

Den grössten Sprung hat Uzwil gemacht. Sie hat den Steuerfuss an der Bürgerversammlung von Ende November von 145 auf 140 Prozentpunkte gesenkt. Allerdings ist der Steuerfuss im Vergleich zu anderen Gemeinden noch immer hoch. Neu 145 Prozent wird der Steuerfuss in Niederbüren betragen, wenn die Bürgerinnen und Bürger im April der vom Gemeinderat beantragten Reduktion von vier Prozentpunkten zugestimmt haben.

Leer gehen in der Region einzig die Steuerzahler der Gemeinde Jonschwil aus, die an der Bürgerversammlung vom nächsten Donnerstag über keine Senkung abstimmen können. Der Gemeinderat hat aber in Aussicht gestellt, den Steuerfuss von ak­tuell 145 Prozentpunkten in der Amtsperiode 2017 bis 2020 ebenfalls senken zu wollen.

Urs Bänziger

urs.baenziger@wilerzeitung.ch