Finanzausgleich sinkt deutlich

JONSCHWIL. Das Departement des Innern hat der Gemeinde Jonschwil die Höhe des Finanzausgleichs für das Jahr 2012 mitgeteilt.

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JONSCHWIL. Das Departement des Innern hat der Gemeinde Jonschwil die Höhe des Finanzausgleichs für das Jahr 2012 mitgeteilt. Die erste Stufe des Finanzausgleichs ist der Ressourcenausgleich, mit dem eine unterdurchschnittliche Steuerkraft oder Sonderlasten ausgeglichen werden (Länge des Strassennetzes, überdurchschnittliche Schülerzahl). Bei der zweiten Stufe des Finanzausgleichs werden individuelle Sonderlasten ausgeglichen (überdurchschnittliche Schülerzahl und Kapitaldienst für Schulgemeinde).

Bei den Zahlen für 2011 bleibt laut Mitteilung des Gemeinderates der Vorbehalt, dass aufgrund des Jahresabschlusses 2011 eine eventuelle Rückzahlung von bezogenen Finanzausgleichsmitteln fällig wird.

Es gibt laut Gemeinderat zwei Gründe für den starken Rückgang der Ausgleichsmittel für 2012: Für die Berechnung des Ressourcenausgleichs ist die Steuerkraft des Jahres 2010 massgebend. Damals hatte die Gemeinde einen massiv höheren Steuerertrag bei den juristischen Personen aufgrund eines Einzelfalls erhalten. Dieser hob die Steuerkraft derart an, dass die Gemeinde Jonschwil über den kantonalen Durchschnitt zu liegen kam, so dass der Ressourcenausgleich für 2012 auf null sinkt. Der zweite Grund ist der langsam rückläufige Kapitaldienst der Schulgemeinde, weil jedes Jahr Amortisationen für die Schulhäuser (insbesondere fürs Oberstufenzentrum) geleistet werden.

Beim Sonderlastenausgleich Weite, von dem ländliche Gemeinden mit einer geringen Siedlungsdichte und ungünstigen topographischen Verhältnissen profitieren, sind fürs nächste Jahr 102 000 Franken budgetiert (im laufenden Jahr sind es 134 900 Franken). 996 000 Franken sind im Sonderlastenausgleich Schule veranschlagt (2011 sind es rund 1 Million Franken). Im individuellen Sonderlastenausgleich sind schliesslich 758 000 Franken budgetiert (2011: 1,1 Millionen Franken). Somit sind insgesamt 1 856 000 Franken an Finanzausgleichsbeiträgen veranschlagt. Im Rahmen der Finanzplanung hatte der Gemeinderat für das Jahr 2012 noch mit 2 166 100 Franken gerechnet. (gk./stu.)