Filme als Zeitdokumente

Am Dienstagnachmittag fand der ökumenische Seniorennachmittag statt. 140 Personen kamen, um Filme und Bilder eines früheren Flawils zu sehen.

Vivien Steiger
Merken
Drucken
Teilen
Prächtige Parade im Rahmen der 1100-Jahr-Feier der Gemeinde Flawil. (Bild: zVg)

Prächtige Parade im Rahmen der 1100-Jahr-Feier der Gemeinde Flawil. (Bild: zVg)

FLAWIL. Am ökumenischen Seniorennachmittag trafen sich die Beta und der Treff 60 Plus im Lindensaal zu ihrem gemeinsamen Nachmittag. Urs Schärli vom Ortsmuseum zeigte Filme aus den Dreissiger- und Vierzigerjahren vom einstigen Apotheker Heinrich Kutter und Bilder vom früheren Flawil von Alice Gähler. Die rund 140 Personen lauschten den Beschreibungen von Urs Schärli zu den jeweiligen Filmszenen, lachten bei lustigen Abschnitten und riefen die Namen, wenn sie eine Person im Film erkannten.

Die Filmausschnitte zeigten unter anderem eine Springkonkurrenz des Reitclubs Flawil und Umgebung, ein 100-Kilometer- Rundstrecken-Radrennen, den Flawiler Jahrmarkt, Kinder beim Heidelbeeren Pflücken sowie den Umzug der 1100-Jahresfeier im Jahre 1958. «Die Leute hatten damals noch keinen Fernseher, deshalb hatte es sehr viele Besucher und Schaulustige an den Veranstaltungen», erklärte Urs Schärli, «dies kann man in den einzelnen Filmsequenzen sehen.» Beim kurzen Film über eine Luftschutzübung aus der Vorkriegszeit sahen die Besucher, wie Decken, Böden und Wände verstärkt und Sandsäcke geschleppt wurden. «Die Kinder waren immer anwesend, wenn schon mal etwas in ihrem Dorf passierte», sagte Urs Schärli, «man erkennt in den Filmen gut, dass sie damals alle sehr dünn waren.» Die Fotos von Alice Gähler zeigten einen Rundgang durch das damalige Flawil. Viele der Häuser gibt es heute nicht mehr. Danach zeigte Urs Schärli noch Fotos von der alten Tonhalle und dem Abschiedskonzert vor dem endgültigen Abriss.