Filliger bleibt im Rennen

Die Wahl des Münchwiler Schulpräsidenten bleibt spannend. Trotz seinem schlechten Abschneiden im ersten Wahlgang will GLP-Gemeinderat Manfred Filliger im zweiten Wahlgang am 21. Mai erneut antreten.

Olaf Kühne
Drucken
Teilen
Tritt wieder an: Lukas Weinhappl, FDP.

Tritt wieder an: Lukas Weinhappl, FDP.

Olaf Kühne

olaf.kuehne@thurgauerzeitung.ch

«Ich starte nicht aus der Pole Position», sagt Manfred Filliger – und meint damit nicht die am Sonntag beginnende Formel-1-Saison. Vielmehr bestätigt der Münchwiler GLP-Gemeinderat auf Anfrage unserer Zeitung, dass er im Rennen um das Schulpräsidium weiterhin ein Wörtchen mitzureden gedenkt.

Filliger war im ersten Wahlgang vom 12. Februar angetreten, um die Wiederwahl des umstrittenen Amtsinhabers Thomas Wyser (CVP) zu verhindern. Damit reihte sich der 45-Jährige in eine ungewöhnlich breite Koalition ein. Zusammen mit ihm wollten auch der einstige Schulpräsident und langährige FDP-Kantonsrat Hanspeter Wehrle sowie Lukas Weinhappl, Präsident der Thurgauer Jungliberalen, eine zweite Legislatur Wysers verunmöglichen.

Neue Ausgangslage nach Wehrles Rückzug

Letzterer erhielt am 12. Februar vom Souverän denn auch ein deutliches Signal: Nur gerade 195 Wählerinnen und Wähler sprachen dem Bisherigen ihr Vertrauen aus, während Weinhappl 409 Stimmen und Wehrle 371 Stimmen auf sich vereinen konnte. Schlechter als Wyser schnitt mit 153 Stimmen nur Filliger ab. Davon lässt er sich aber nicht beirren. Denn mit dem Rückzug von Wehrle vor nunmehr drei Wochen (unsere Zeitung berichtete) werden die Karten womöglich neu gemischt.

Während für Erstrundensieger Weinhappl schon am Wahlsonntag klar war, dass er wieder antritt, wollte sich Filliger lange Zeit nicht festlegen – bis jetzt. «Natürlich hat bei meiner Entscheidungsfindung auch der Rückzug von Hanspeter Wehrle eine Rolle gespielt», begründet er die Aufrechterhaltung seiner Kandidatur. «Genauso wichtig war für mich jedoch, den Rückhalt in meiner Familie zu spüren und die vielen Zusprüche aus Teilen der Bevölkerung.» Trotz dem schlechten Abschneiden im ersten Wahlgang gibt sich Filliger kämpferisch: «Ich fühle mich stark genug, um aus meiner Position heraus das Maximum herauszuholen.» Schliesslich solle Münchwilen eine echte Wahlmöglichkeit haben.

Weitere Namen von potenziellen Anwärtern auf das Münch-wiler Schulpräsidium sind zwar nicht aufgetaucht. Ob der zweite Wahlgang vom 21. Mai ein Drei- oder nur ein Zweikampf wird, bleibt vorerst dennoch offen. Denn Amtsinhaber Wyser will sich weiterhin nicht festlegen. «Am 12. April findet eine Sitzung mit der CVP statt», teilt er auf Anfrage mit. «Anschliessend werde ich mich entscheiden und auch informieren.»