Feuerwehr reiste nach Las Vegas

Alle drei Jahre findet der Feuerwehrball der Stützpunktfeuerwehr Münchwilen statt. Das Motto lautete «Las Vegas». Für Unterhaltung sorgte «dä Hans», zum Feuerwehrmann des Jahres wurde Michel Ledergerber gekürt.

Ramona Cavelti
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Andreas Breitenmoser (links) überreicht Michel Ledergerber die Auszeichnung zum Feuerwehrmann des Jahres.

Andreas Breitenmoser (links) überreicht Michel Ledergerber die Auszeichnung zum Feuerwehrmann des Jahres.

MÜNCHWILEN. «Was in Las Vegas passiert, bleibt in Las Vegas.» Mit diesen Worten begrüsste der OK-Präsident des Feuerwehrballes, Roland Wegmüller, die Anwesenden. Rund 270 Personen hatten sich für den Ball angemeldet. Nicht nur Angehörige der Feuerwehrleute waren anwesend, sondern auch Ehrengäste wie ehemalige Kommandanten oder Kommandanten von umliegenden Feuerwehren.

Schon rund eine Stunde vor Beginn des Feuerwehrballes war die Turnhalle Oberhofen beinahe gefüllt. Pokerchips auf den Tischen, Blackjack-Tische auf Plakaten an den Wänden und die Eingeladenen dem Motto entsprechend gekleidet – dem Abend stand nichts mehr im Wege. Er war dann auch geprägt durch unterhaltsame Einlagen der Feuerwehr-Mitglieder. So erzählten die Mitglieder des Pikettzuges 2 von einem Traum, der in Las Vegas spielte. Pikettzug 3 begeisterte mit einem gejodelten Lied, vier Männer aus dem Pikettzug 1 erzählten Anekdoten aus dem Feuerwehralltag. Dank des Komikers «dä Hans» gingen die Übergänge der Programmpunkte auf humorvolle Art und Weise vonstatten.

2013: Weniger Einsätze

Doch nebst Unterhaltung wurde am Samstagabend auch über die Feuerwehr informiert. So fasste Andreas Breitenmoser, Kommandant der Feuerwehr Münchwilen, das vergangene Jahr zusammen und wagte auch einen Blick in die Zukunft.

Total gab es im Jahr 2013 41 Einsätze. «Das sind weniger Einsätze im Vergleich zu Vorjahren. Beispielsweise im Jahr 2012 waren es 51», sagte Breitenmoser. Zu den Einsätzen gehörten zwölf Brandeinsätze, eine Strassenrettung, zwei First-Responder-Einsätze, drei Verkehrsregelungen, zwei Brandmeldeeinsätze, einen Elementareinsatz (Wasser im Keller eines Hauses) und 20 technische Hilfeleistungen. «Nur eine Strassenrettung – das ist extrem wenig», so Breitenmoser. Die verbesserte Technik mag unter anderen Faktoren einen Grund dafür sein, fügte er bei. Der Brand in einem Wohnhaus in Tuttwil im Juni sowie der Brand eines Bauernhauses in Dussnang Ende August gehörten zu den wichtigsten Ereignissen.

Schwerpunkte im nächsten Jahr

14 Feuerwehrmitglieder wurden neu in den Stützpunkt aufgenommen, doch es mussten auch gleich viele Austritte hingenommen werden. Drei Offiziere wurden verabschiedet, darunter Peter Müller, der 30 Jahre lang für die Feuerwehr tätig war.

Andreas Breitenmoser setzte für das Jahr 2014 drei Schwerpunkte. Der erste betrifft die Mannschaft. «Ich wünsche mir einen lückenlosen Übungsbesuch der Mitglieder. Dies auch gegen Ende des Jahres», sagte er. Beim zweiten Punkt geht es um die Übungen, die gut vorbereitet und organisiert sein sollen. Last but not least müsse die Nachfolge in der Feuerwehr Münchwilen geklärt werden. «Es wird einige markante Änderungen geben, die Nachfolgeregelung ist aber zum grössten Teil in die Wege geleitet», schloss Andreas Breitenmoser den Ausblick.

Traditionell wurde der Feuerwehrmann des Jahres gekürt. Michel Ledergerber, der gleichzeitig zum Wachmeister befördert wurde, durfte die Auszeichnung entgegennehmen. «Durch sein ausserordentliches Engagement verdient Michel Ledergerber die Auszeichnung zum Feuerwehrmann des Jahres», begründete Andreas Breitenmoser seine Wahl. Er sei immer anwesend, leiste oft freiwillige Arbeit und sei sehr kompetent, beschrieb er den Geehrten.

Kameradschaft wichtig

Zum Schluss liess es sich die Gemeinde nicht nehmen, der Feuerwehr einige lobende Worte auszusprechen. Rudolf Zahnd, Gemeinderat, war vor Andreas Breitenmoser Kommandant in Münchwilen gewesen. So war es für ihn speziell, vor den Feuerwehrleuten sprechen zu dürfen, dies aber nicht als Kommandant. «Ich bin stolz auf die Feuerwehr und schätze, dass sich deren Mitglieder für die Gemeinde einsetzen», sagte er. Auch sprach er die Partnerinnen und Partner an: «Aus Erfahrung weiss ich, dass es oft nicht die Übungen sind, die lange dauern, sondern die Nachbesprechungen. Es gibt gar solche, die merkt man am nächsten Morgen noch», schmunzelte er. Die Kameradschaft werde in der Feuerwehr grossgeschrieben. «Ich danke den Feuerwehrleuten für die hervorragende Arbeit, die von ihnen geleistet wird», beendete er seine Ansprache.

Gemütliches Beisammensein stand am Samstagabend im Vordergrund. Für einmal konnten die Feuerwehrleute unbeschwert einen Abend geniessen und sich sicher sein, nicht ausrücken zu müssen. Falls es nämlich einen Einsatz gegeben hätte, hätte die Feuerwehr aus Wil im Einsatz gestanden.

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