«Feuer» ist sein Element

Im Januar tritt Roger Lindenmann den Posten als Feuerwehr-Kommandant in Oberuzwil an. Obwohl er eher zufällig bei der Feuerwehr landete, ist er seit 17 Jahren mit Leib und Seele dabei.

Carmen Ferri
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Roger Lindenmann präsentiert sich gerne in «voller Montur». (Bild: cf.)

Roger Lindenmann präsentiert sich gerne in «voller Montur». (Bild: cf.)

Oberuzwil. Die Redensart «Feuer und Flamme sein» ist für Roger Lindenmann geradezu geschaffen. Seit rund 17 Jahren engagiert sich der Oberuzwiler für die Feuerwehr. In den verschiedensten Gebieten war er bei der Feuerwehr dabei, so auch im Engadin. «Anfangs bezeichneten mich die Engadiner als <Unterländer>. Als Feuerwehrmann wird man jedoch schnell in die Gemeinschaft eingegliedert.» Nach seinem Aufenthalt im Engadin zog es ihn alzurück in die Ostschweiz, nach Bronschhofen, wo er sich für die Ortsfeuerwehr engagierte.

Diese wurde aber vom Sicherheitsverbund Wil übernommen, was dazu führte, dass die Bronschhofer Feuerwehrangehörigen in das Wiler Korps integriert wurden.

Vor vier Jahren schliesslich zog er mit seiner Familie nach Oberuzwil, wo er bei der örtlichen Feuerwehr Anfang nächsten Jahres als Kommandant tätig sein wird. Auf die Frage, was ihn an seiner neuen Aufgabe reizt, antwortet Roger Lindenmann: «Mir gefällt der Dienst in der Feuerwehr.

Einerseits ist es eine erfüllende Aufgabe, und andererseits leiste ich einen Beitrag an die Gesellschaft.»

Kein schneller Entschluss

Die Entscheidung, Kommandant zu werden, traf er trotz seiner Begeisterung für das Metier erst nach reiflicher Überlegung und nach Absprache mit seiner Familie. «Eigentlich hatte ich nicht vor, einen solchen Posten innezuhaben.» Er hätte einfach der Reihe nach die nötigen Kurse bis zum Offizier absolviert und sei dann angefragt worden, ob er bereit für das Kommando wäre.

Schliesslich beschloss er, sich für das Amt zur Verfügung zu stellen, und wurde von der Feuerschutzkommission des Gemeinderats zum neuen Kommandanten gewählt. Als Kommandant ist Lindenmann für die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft der örtlichen Feuerwehr zuständig. «Dies ist aber nur mit einer motivierten und gut ausgebildeten Mannschaft erreichbar.» Ebenso sei es ihm ein Anliegen, die gute Kameradschaft in der Feuerwehr zu erhalten und für einen hohen Ausbildungsstand und die Motivation seiner Leute zu sorgen.

Zeitintensiver Posten

Die kommenden Aufgaben erfordern nicht nur viel Herzblut, sondern auch eine Menge Zeit. Nicht umsonst lautet das Motto der Feuerwehr: «Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit.» Es ist eben nicht nur ein Motto, sondern auch eine Einstellung, die Lindenmann vertritt. Nebst seiner Tätigkeit als Kommandant ist Lindemann noch in der evangelischen Kirche als Mesmer tätig und pflegt Hobbies wie Angeln und Skitouren.

Doch im Hinblick auf die zeitintensive Beschäftigung als Feuerwehr-Kommandant sagt er, dass er seine Freizeitaktivitäten dann hinten anstellen muss: «Der neue Posten erfordert einfach mehr Zeit.»

Durch Zufall bei der Feuerwehr

Seine Motivation schöpft Lindenmann aus der gemeinsamen Zeit mit seiner Familie.

«Ohne die Rückendeckung meiner Frau würde ich das nur halb so gut hinkriegen», gibt er zu, «wir müssen beide am gleichen Strang ziehen.» Die Unterstützung vom Rest seiner Familie bedeute ihm ebenfalls viel, sagt der Vater von zwei Söhnen.

Auch wenn Lindenmann damals eher durch Zufall bei der Feuerwehr landete – er fand das nötige Formular, um sich vom Dienst abzumelden, nicht mehr –, ist er heute ein Feuerwehrmann, dem man seine Begeisterung ansieht.

Zum Beispiel dann, wenn er geduldig und mit viel Elan das neue Feuerwehrfahrzeug vorstellt oder von der Kameradschaft seiner Kollegen schwärmt.