Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

FESTMARATHON: Ein Geschenk beschenkt sich selbst

Die Höhepunkte folgten Schlag auf Schlag. Seit Donnerstag war Oberbüren im 1200-Jahr-Jubiläumstaumel: Täglich erwartete das Publikum eine Veranstaltung. Gestern wurde das Festprogramm mit dem Finale abgerundet: dem Festakt und dem Umzug.
Andrea Häusler
Auf Grossleinwand von der Bühne bis in die hinterste Ecke des Festzeltes übertragen: Das Grusswort von Regierungsratspräsident Fredy Fässler.

Auf Grossleinwand von der Bühne bis in die hinterste Ecke des Festzeltes übertragen: Das Grusswort von Regierungsratspräsident Fredy Fässler.

Andrea Häusler

andrea.haeusler@wilerzeitung.ch

«Oberbüren Gestern-Heute-Morgen». Das Motto des nachmittäglichen Festumzugs mit rund 100 Fahrzeugen zu verschiedensten Themen und 900 Mitwirkenden zog sich gleich dem sprichwörtlichen roten Faden auch durch den Festakt vom Vormittag im Zelt. «Oberbüren war ein Geschenk», sagte Gemeindepräsident Alexander Bommeli in seinem Grusswort und erinnerte an die Schenkungsurkunde des Klosters St. Gallen vom 25. November 817. Dieses sei mit der Entstehung der Politischen Gemeinde aus den Pfarreien Oberbüren, Niederwil und Sonnental bei der Gründung des Kantons St. Gallen im Jahr 1803 noch grösser geworden. Ein Geschenk sei Oberbüren bis heute geblieben: «Für alle Menschen, die hier leben dürfen». Obwohl der Bevölkerung in der Vergangenheit nicht alles geschenkt worden sei. Der Zusammenhalt, der Leistungswille und die Eigenverantwortlichkeit hätten Oberbüren jedoch stets aus den Krisen geführt und weitergebracht. Mit Blick auf das Festwochenende, das Engagement so vieler Leute, ist Bommeli überzeugt, dass das Dorf ein Geschenk bleiben wird - auch in Zukunft.

Gemeindeautonomie stärken und verteidigen

Ein Mann, ein Wort. Umrahmt von den Fahnen der Dorfvereine bestätigte die Musikgesellschaft Oberbüren die Zuversicht des Gemeindepräsidenten musikalisch mit Andreas Bourans Titel «Auf uns». An das Selbstvertrauen der Gemeinde appellierte auch Ständerätin Karin Keller-Sutter, die Oberbüren attestierte, die Gemeindeautonomie stets selbstbewusst verteidigt zu haben. Darin sieht sie mit einen Grund für den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Erfolg. Gleichzeitig warnte sie in ihrer Festansprache vor den Zentralisierungstendenzen, die sich auf kantonaler Ebene abzeichneten. Die Gemeinden könnten mit den komplexer werdenden Themen nicht umgehen, sei eines der Argumente, mit denen die Bestrebungen, alles zu harmonisieren, gleichzuschalten untermauert würden. Der Zusammenhalt, die Zusammenarbeit auf Gemeindeebene schütze vor derlei Angriffen auf die Eigenständigkeit, sagte sie.

Die Gemeinschaft zu pflegen, eben diesen Zusammenhalt zu stärken, dafür sei ein Festwochenende wie dieses geradezu prädestiniert, sagte Regierungsratspräsident Fredy Fässler. Wo sich Menschen wohlfühlten, einvernehmlich zusammenlebten, sei auch das Sicherheitsgefühl grösser. Unter diesen Voraussetzungen mit Fremden umzugehen sei einfacher, stellte Fässler, Bezug nehmend auf die Unterbringung unbegleiteter, minderjähriger Asylbewerber im «Thurhof» bis Ende vergangenen Jahres, fest. «Da hatten wir stets grosses Verständnis gespürt.» Den Reigen der Festredner beschloss der Vertreter der «Bure»-Delegationen (vgl. Kasten), Jan-Willem Bramer aus Belgien, der sich für die Gastfreundschaft bedankte, die nach dem Mittagessen am Umzug abschliessend ausgekostet wurde.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.