Festival
Mut wird belohnt: Das Openair Niederbüren musste zwar wieder im Zelt stattfinden, der Stimmung tat das aber keinen Abbruch

Am Wochenende fand das Openair Niederbüren statt. Auch die zweite Ausgabe fand unter Coronabedingungen statt. Langsam tastet sich das Festival an die Normalität heran. Österreichische und einheimische Musikanten begeisterten das Publikum.

Josef Bischof
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«Der Kofler», ein steirischer Musikant zum Anfassen, riss das Publikum am Freitagabend mit.

«Der Kofler», ein steirischer Musikant zum Anfassen, riss das Publikum am Freitagabend mit.

Bild: Josef Bischof

Der Entschluss wurde an der Olma gefasst. Ein paar Freunde nahmen sich vor, in Niederbüren ein Festival auf die Beine zu stellen. Vor einem Jahr ging das Openair Niederbüren zum ersten Mal über die Bühne. «Der Hauptgrund, in Niederbüren ein Open Air zu organisieren, war unsere Begeisterung für die ‹Klostertaler›», sagt OK-Chef Mathias Ramseier. «Wir haben deren Konzerte besucht und wollten die Nachfolge-Band ‹Alpin KG (Klostertaler Generation)› mit Markus Wolfahrt in Niederbüren auftreten lassen.» Damit das am Samstag Realität werden konnte, ist Markus Wolfahrt extra aus den Ferien in Malta angereist. Seine Band «Alpin KG» ist auch für das nächstjährige Open Air vorgemerkt.

Letztes Jahr war die Teilnehmerzahl coronabedingt auf 300 beschränkt. Trotzdem glückte der Anlass. Nach den kürzlich erfolgten Lockerung auf 500 Teilnehmer war für die Organisatoren klar, dass das Openair Niederbüren auch in diesem Jahr stattfinden sollte.

Ein Künstler half beim Zeltaufbau

Am Freitagabend konnte das Zelt bei idealem Sommerwetter und freiem Eintritt besucht werden. Viele kamen der Einladung nach, ihr Feierabend-Bier im Zelt zu geniessen. Ab einbrechender Dunkelheit sorgte «Der Kofler» mit steirischer Harmonika und Gesang für Stimmung.

Die einzigen Interpretinnen am Openair Niederbüren: Sigrid und Marina aus dem Salzkammergut.

Die einzigen Interpretinnen am Openair Niederbüren: Sigrid und Marina aus dem Salzkammergut.

Bild: Josef Bischof

Das Zelt ist eigentlich als Verpflegungszelt konzipiert. Ohne die pandemiebedingten Einschränkungen wäre die Bühne nicht im, sondern neben dem Zelt. Dann könnte das Publikum die Konzerte wirklich unter freiem Himmel verfolgen. Doch in diesem Jahr spielte sich wie letztes Jahr alles im Zelt ab. Nur die Zeltwände waren vorschriftsgemäss geöffnet. Eine Tanzbühne gab es nicht, am Eingang wurden die Personalien der Gäste aufgenommen.

OK-Präsident Mathias Ramseier.

OK-Präsident Mathias Ramseier.

Bild: Josef Bischof

Am Samstag spielten neben Markus Wolfahrt auch Sigrid und Marina aus dem Salzkammergut. Ebenso hatten die einheimischen «Pläuschler» und «di Bodeständige» ihre Auftritte. Die «Pläuschler» stellten für das Festival ihre Technik zur Verfügung, Bandmitglied Roman half zudem beim Zeltbau mit.

Der tragende Verein hat rund 30 Mitglieder

Vor einem Jahr war der Verein Schlagerfreunde Niederbüren als Trägerschaft für das Openair Niederbüren gegründet worden. Mittlerweile zählt er rund 30 Mitglieder. Sie rekrutieren sich hauptsächlich aus Niederbüren und aus der Landjugend Gossau. Mathias Ramseier kann auf Unterstützung und aktive Mitarbeit der Mitglieder zählen. Diese standen auch bei der zweiten Auflage des Open Airs mit Familienmitgliedern und Freunden bei der Vorbereitung und Durchführung im Einsatz. Am Mittwochabend ist im Chrüzbachtobel das Zelt aufgestellt, am Donnerstag und Freitag durch die nötige Infrastruktur ergänzt worden.

Markus Wolfahrt, ehemaliger Leadsänger der «Klostertaler», war der Hauptact des Wochenendes, rechts OK-Präsident Mathias Ramseier.

Markus Wolfahrt, ehemaliger Leadsänger der «Klostertaler», war der Hauptact des Wochenendes, rechts OK-Präsident Mathias Ramseier.

Bild: Josef Bischof

Die Helfer werden belohnt

Für dieses Jahr haben die Organisatoren ihr Ziel erreicht. Über 400 der 500 Plätze waren schon im Vorverkauf weg. Das Zelt war voll, die Teilnehmer begeistert, und das finanzielle Ergebnis dürfte es auch diesmal erlauben, alle Helfer zu einem Essen einzuladen. Im nächsten Jahr, so die Hoffnung, soll das Festival erstmals unter normalen Bedingungen stattfinden.

Die Teilnehmerzahl des Open Airs soll 2000 nicht übersteigen, damit der Verein die Organisation bewältigen kann. Das Openair Niederbüren will gemäss Mathias Ramseier ein regionales Festival bleiben. Mit Publikum aus der Region und Künstlern, deren Gagen erschwingliche Eintrittspreise ermöglichen.

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