Fernwärmeprojekt gescheitert

Die Katholische Kirchgemeinde Henau-Niederuzwil befasst sich auch mit Baufragen. So sollen bei Renovationen der Pfarrhäuser energetisch Prioritäten gesetzt und die Kirche besser geheizt werden. Ein Fernwärmeprojekt kam nicht zustande.

Philipp Stutz
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Für das Pfarrhaus in Niederuzwil, das nächstens renoviert werden muss, wurde ein Gebäude-Energieausweis erstellt. (Bild: stu.)

Für das Pfarrhaus in Niederuzwil, das nächstens renoviert werden muss, wurde ein Gebäude-Energieausweis erstellt. (Bild: stu.)

NIEDERUZWIL. «Das geplante Projekt der CO2-neutralen Fernwärmenutzung in Uzwil/Niederuzwil unter Projektleitung der Bühler AG in Zusammenarbeit mit der Politischen Gemeinde sowie der Evangelischen Kirchgemeinde kam leider nicht zustande», heisst es im Amtsbericht der Katholischen Kirchgemeinde.

«Übung abgebrochen»

«Die Übung wurde von der Arbeitsgruppe abgebrochen», bestätigt Thomas Stricker, Gemeinderatsschreiber der Einheitsgemeinde Uzwil. Der Gemeinderat hat einen Anforderungskatalog definiert. Anspruch war unter anderem, dass die Gesamtenergie, die mittels Fernwärme produziert wird, Co2-neutral sein muss. Auch preisliche Fragen standen zur Diskussion. Ein entsprechender Forderungskatalog wurde der Arbeitsgruppe abgegeben, welche das Projekt in der Folge stoppte. Trotzdem will die Politische Gemeinde dieses Anliegen weiterverfolgen. Man sei konzeptionell daran, den Weg aufzuzeigen. Dazu zählen kommunale Verbundlösungen.

Besitzt doch die Politische Gemeinde verschiedene Anlagen, die geografisch eng beieinander liegen, wie etwa Schulanlage und Gemeindehaus.

Pfarrhaus sanieren

Doch zurück zur Katholischen Kirchgemeinde. Dort wurden für die beiden Pfarrhäuser in Niederuzwil und Henau Gebäude-Energieausweise erstellt. Sie sollen helfen, bei künftigen Renovationen energetisch die richtigen Prioritäten zu setzen.

«Vor allem die Sanierung des Niederuzwiler Pfarrhauses müssen wir bald ins Auge fassen», sagt Paul Gähwiler-Wick, Präsident des Kirchenverwaltungsrates. Das Gebäude müsse isoliert und auf den neusten Stand gebracht werden, enthält es doch auch zwei Mietwohnungen. «Manche Kirchgänger beschwerten sich, dass es im Gotteshaus zu kalt sei», sagt Paul Gähwiler-Wick.

Deshalb wird die Niederuzwiler Kirche während der Gottesdienste auf 17 anstatt 14 Grad geheizt wie bei der ähnlich gebauten Kirche in Flawil. Die Fensterheizungen werden neu am Vorabend der Gottesdienste eingeschaltet.

So können die Durchzug auslösenden Luftströme besser unterbrochen werden. In diesem Zusammenhang wurde auch auf der Empore eine Lösung realisiert, die das Wohlbefinden für Kirchenchor und Musiker an kalten Tagen steigern soll.

Nachfolgeplanung

Der Kreisrat wird das Gespräch mit dem Bistum St. Gallen aufnehmen. Dabei geht es um die Nachfolgeplanung im Seelsorgeteam für die bald anstehenden Rücktritte von Rolf Haag, Pfarreileiter in Oberuzwil, und Georg Schmucki, Pfarrer in Niederuzwil und Leiter des Seelsorgeteams. Georg Schmucki tritt im Jahr 2012 in den Ruhestand. Die Suche nach Nachfolgern betreffe die ganze Seelsorgeeinheit Uzwil, betont Paul Gähwiler-Wick. Erste Gespräche seien bereits geführt worden.

Die Bürgerversammlung der Katholischen Kirchgemeinde Henau-Niederuzwil findet am Montag, 12. April, um 19.30 Uhr in der Kirche Henau statt.