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Fernwärme erhitzt die Gemüter im Parlament

Der Antrag der Grünen Prowil auf Rückweisung eines Projektierungskredits für die Fernwärme Wil ist gestern im Stadtparlament nur knapp gescheitert. Mauschelvorwürfe an den Stadtrat sorgten für Missstimmung.
Hans Suter
Abfall wird heute als Energiequelle zur Produktion von Strom und Fernwärme genutzt. Bild: Gaetan Bally

Abfall wird heute als Energiequelle zur Produktion von Strom und Fernwärme genutzt. Bild: Gaetan Bally

Der Stadtrat möchte Wil mit Fernwärme des Zweckverbands Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) erschliessen. Dazu beantragte er dem Parlament gestern Abend einen Projektierungskredit von 1,3 Millionen Franken. Der Werkkommission als zuständige vorberatende Kommission unter dem Präsidium von Erwin Böhi (SVP) war nicht ganz wohl dabei und wollte stattdessen beantragen, in Teilschritten vorzugehen.

Der Kommissionsantrag lautete deshalb auf einen Vorprojektierungskredit mit einem Kostendach von 500000 Franken. In der Eintretensdebatte stellte Guido Wick (Grüne Prowil) den Antrag, die Vorlage an die vorberatende Kommission zurückzuweisen und weitere Anklärungen zu treffen.

Der Hintergrund ist pikant: Wick erhob den Vorwurf, die Kommission sei nicht mit allen verfügbaren Informationen bedient worden. «Erst nach der abschliessenden Kommissionssitzung wurde von Dritten informiert, dass die Stadt Wil bereits zu früheren Zeiten bezüglich Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit für Fernwärme ab Bazenheid Untersuchungen gemacht habe», begründete Wick den Rückweisungsantrag der Grünen Prowil. «Für die Beurteilung der Fernwärme ab ZAB müssen alle verfügbaren Informationen einbezogen werden, auch solche, die das Vorhaben kritisch beurteilen», sagte Wick.

Stadtrat Daniel Meili entschuldigte sich für diese Informationspanne und begründete sie mit nicht mehr vorhandenem Wissen. Eine Nachfrage beim ZAB und einem beratenden Ingenieurunternehmen hätten zutage gefördert, dass zwei Studien aus den Jahren 1983 und 1988 vorhanden seien. Es sei ihm versichert worden, «dass es keine weiteren Studien gibt», sagte Daniel Meili.

Der Rückweisungsantrag der Grünen Prowil wurde nach einer eher gehässigen Eintretensdebatte und mehreren Ordnungsanträgen um 21.15 Uhr mit 19 Nein zu 14 Ja bei 5 Enthaltungen recht knapp abgelehnt. Bei Redaktionsschluss hatte die Detailberatung erst begonnen.

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