Fensterfabrik: Kein Betriebsausfall nach Brand

Bei der Firma Gautschi Fensterbau AG in Eschlikon läuft nach einem Grossbrand ein Teil der Produktion in einem beheizten Zelt weiter.

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ESCHLIKON. Am vergangenen Donnerstagabend brannte ein Fabrikationsgebäude von Fensterbau Gautschi an der Ifangstrasse in Eschlikon. 65 Feuerwehrleute aus Eschlikon und vom Stützpunkt Münchwilen standen bis um drei Uhr morgens im Einsatz (wir berichteten am Samstag).

In den Skiferien

Kurt und Marlies Gautschi weilten vergangene Woche in den Skiferien. Als das Ehepaar, informiert von Betriebsleiter-Stellvertreter Robert Fuchs, am Freitagmittag in Eschlikon eintraf, war der Schock gross. «Als wir das beschädigte Gebäude zuerst von aussen und dann von innen in Augenschein nahmen, mussten wir leer schlucken», gestand Kurt Gautschi. Mit so einem grossen Schaden – er beträgt nach ersten Schätzungen mehrere hunderttausend Franken – hätten sie nicht gerechnet. Schnell sei das erste Erschrecken aber der Realität gewichen. Kurt Gautschi hat sich umgehend mit seinen Mitarbeitern kurzgeschlossen und erste Entscheidungen gefällt.

Ein beheiztes Zelt

Bereits diese Woche wird hinter dem nicht vom Brand betroffenen Gebäudeteil ein beheiztes Zelt in der Grösse von 15 mal 25 Metern aufgestellt. Die Sonderfertigung und die Glaserei werden dort provisorisch eingerichtet. «Da die weiteren Herzstücke der Firma, der UC10-Holzfensterfertigungsautomat, die Kunststofffensterfertigung und der Bürotrakt mit der Ausstellung unbeschädigt geblieben sind, können wir unsere Produktion ohne Unterbruch aufrechterhalten», erklärte Gautschi.

Wie es aber definitiv weitergehen soll, konnte der Firmenchef noch nicht sagen. Zuerst gelte es, den Gesamtschaden zu eruieren und die Gespräche mit der Versicherung zu führen. Auch sei die Brandursache bis jetzt noch nicht ermittelt worden. «Wir werden sicher nichts überstürzen», sagt Kurt Gautschi, «und uns genau überlegen, wie es weitergehen soll.» (mes.)

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