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«Fendt» so weit das Auge reicht: Invasion von mehr als 600 Traktoren in Niederwil

Traumwetter und ein Teilnehmerrekord haben das vierte internationale Fendt-Treffen in der Glattburg geprägt. Bereits am Morgen bildete sich auf der Zufahrtsstrasse ein nicht enden wollender Konvoi.
Christine Gregorin
Traktor an Traktor reiht sich in Niederwil. (Bild: Christine Gregorin)

Traktor an Traktor reiht sich in Niederwil. (Bild: Christine Gregorin)

Mehr geht kaum, hatten sich die Organisatoren rund um Landwirt Ernst Brunner im Vorfeld gedacht. Aber trotzdem für alle Eventualitäten geplant und sich grosszügig vorbereitet. Zum Glück – ihre Erwartungen wurden einmal mehr übertroffen.

«Ich staune», sagt ein überglücklicher Ernst Brunner am Sonntag kurz vor dem Mittag, als der ärgste Ansturm überstanden ist und fast alle Traktoren platziert werden konnten. Das neue Verkehrskonzept habe gegriffen, freut er sich ausserdem. Trotzdem gebe es noch den einen oder anderen Bereich, wo er Verbesserungspotenzial sehe, betont er, bevor er auf seinem Mountainbike davon düst.

Eindrückliches Geschehen mit über 600 Fahrzeugen

Bereits ab acht Uhr morgens bildet sich auf der neuen Zufahrtsroute ein nicht enden wollender Konvoi. Das dröhnende Knattern der leistungsstarken Motoren wird von Hupsalven in diversen Klangvariationen umrahmt. Insbesondere bei den älteren Modellen entweichen während jeden Anfahrens schwarze Abgaswolken durch den Auspuff, der Gestank – vom Liebhaber wohl eher Duft genannt – nach verbranntem Diesel schwängert die Luft entlang der von Schaulustigen gesäumten Strasse.

Bilder: Christine GregorinBilder: Christine Gregorin
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600 Traktoren am Fendt-Treffen in Niederwil

Das Publikum ist kunterbunt gemischt, neben den üblichen Verdächtigen sind zahlreiche Familien sowie erstaunlich viele junge Pärchen unterwegs, um die weit über 600 Fendt-Traktoren zu bewundern – und natürlich auch, um mit Gleichgesinnten zu fachsimpeln.

Einst ein kleines Familienunternehmen

Im Jahr 1930 erwarb der Marktoberdorfer Landwirt und Brauereibesitzer Franz Sailer einen der ersten Fendt-Kleinschlepper mit 6-PS-Dieselmotor. Er nannte seinen neuen Schlepper «Dieselross». Eine geniale Idee, die Vater Johann Georg und Sohn Hermann Fendt sofort akzeptierten. Besagter Name wurde gewählt, weil das Gerät dem Bauern das Ross ersparen sollte. Im Jahr 1997 dann übernahm der amerikanische Landtechnikkonzern AGCO das Familienunternehmen Fendt.

Das Produktportfolio umfasst aktuell vom Traktor über Feldhäcksler und Mähdrescher bis hin zur Ballenpresse. Im Gespräch mit einigen Anwesenden wird die Faszination von ebendieser Marke deutlich. Ein Möchtegern-aber-noch-nicht-Fendt-Besitzer sagt, dass die Entscheidung für eine Marke massgeblich von drei Faktoren abhängt. 1. Tradition: Welche Marke bisher in der eigenen Familie bevorzugt wurde. 2. Praxis: Ob es einen guten Händler inklusive Top Service in der näheren Umgebung gibt. 3. Die Technik: Gemäss seinem Credo gibt es derzeit keine Traktorenmarke, die technisch besser dasteht als Fendt.

Der im Vergleich höhere Ankaufspreis werde demnach durch Qualität und Lebensdauer allemal wettgemacht und eine Ersatzteilgarantie von dreissig Jahren spreche gleichermassen für sich.

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