FELDVERSUCH: Tempo 30 auf der Hauptachse mitten durch Wil

Mit 30 km/h vom Schwanenkreisel bis zur Rudenzburg-Kreuzung: Bereits ab Sommer dieses Jahres könnte das ein Jahr lang Realität werden. Der Feldversuch wird von Forschern begleitet und findet national Beachtung.

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Im Rahmen eines nationalen Forschungsprojektes soll in Wil auf zwei innerstädtischen Hauptachsen die Höchstgeschwindigkeit für ein Jahr auf 30 km/h gesenkt werden: auf der Lerchenfeldstrasse sowie der Unteren und Oberen Bahnhofstrasse. Das hat die Wiler Stadtkanzlei gestern mitgeteilt.

Lerchenfeldstrasse ausgewählt

Das Bundesamt für Verkehr (Astra) und das Bundesamt für Umwelt (Bafu) haben ein Forschungsteam beauftragt, das Thema «Tempo 30 auf Hauptverkehrsstrassen – Einsatzgrenzen und Umsetzung» detailliert zu untersuchen.

Um möglichst praxisnahe Erkenntnisse in die Forschungsarbeit einfliessen zu lassen, sollen gezielt verschiedene Feldversuche durchgeführt werden. «Die Stadt Wil und der Kanton St. Gallen haben auf eine Anfrage des Forschungsteams positiv reagiert und sehen einem Feldversuch in Wil mit grossem Interesse entgegen», liess die Stadtkanzlei verlauten. Gemeinsam seien die Lerchenfeldstrasse sowie die Untere und Obere Bahnhofstrasse als mögliche Abschnitte für eine Geschwindigkeitsreduktion auf 30 km/h definiert worden.

Ausschreibung durch die Kantonspolizei

Mittlerweile liefen bei den zuständigen Stellen der Stadt Wil und des Kantons St. Gallen die Planungs- und Vorbereitungsarbeiten für diesen Feldversuch bereits auf Hochtouren. Das Projekt inklusive eines Gutachtens sowie der Signalisationen und Markierungen werde wie bei einer definitiven Massnahme vom Wiler Stadtrat genehmigt und anschliessend von der Kantonspolizei St. Gallen öffentlich ausgeschrieben.

Das Geschäft wird voraussichtlich Ende April vom Stadtrat beraten. Bei einem optimalen Verlauf könne der Feldversuch im Sommer dieses Jahres gestartet werden. Gemäss Stadtkanzlei wird das Projekt auf eine voraussichtliche Dauer von zwölf Monaten ausgelegt. (sk.)