FDP tritt mit David Buchmann und Roland Gübeli zu den Niederhelfenschwiler Gemeinderatswahlen an

Die FDP Niederhelfenschwil hat an der Hauptversammlung zwei Kandidaten für die Gemeinderatswahlen nominiert und die Wahlvorschläge der Findungskommission für das Gemeinde- und Primarschulratspräsidium vorgestellt.

Andrea Häusler
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David Buchmann (links) und Roland Gübeli (rechts) treten für die FDP als Gemeinderatskandidaten an. Sie wurden gestern, gemeinsam mit dem Kandidaten der Findungskommission für das Gemeindepräsidium, Peter Zuberbühler (Mitte), an der Hauptversammlung der FDP vorgestellt.

David Buchmann (links) und Roland Gübeli (rechts) treten für die FDP als Gemeinderatskandidaten an. Sie wurden gestern, gemeinsam mit dem Kandidaten der Findungskommission für das Gemeindepräsidium, Peter Zuberbühler (Mitte), an der Hauptversammlung der FDP vorgestellt.

Bild: Andrea Häusler

Die Kandidaten der Liberalen heissen David Buchmann und Roland Gübeli. Beide wohnen in Niederhelfenschwil. FDP-Präsident Rolf Högger bedauert dies: Leider sei es trotz vieler Kontakte und intensiver Gespräche nicht gelungen, auch in den Dörfern Lenggenwil und Zuckenriet geeignete und vor allem interessierte Amtsanwärter zu finden und ihnen damit eine Stimme zu geben, sagte er. Dafür dürfe die Partei mit qualifizierten und motivierten Kandidaten antreten, die bereits öffentliche Ämter in der Gemeinde bekleiden. David Buchmann, Führungsgehilfe/Kommandant beim Berufsmilitär der Schweizer Armee, ist unter anderem Mitglied der GPK der Katholischen Kirchgemeinde Niederhelfenschwil. Roland Gübeli ist beruflich als Montageleiter tätig, amtet als Vizepräsident der FDP-Kreispartei und ist seit vier Jahren in der GPK der Oberstufenschulgemeinde Sproochbrugg engagiert.

Ihre Nomination erfolgte einstimmig.

Ein Zürcher für Niederhelfenschwil

Die Findungskommission empfiehlt Peter Zuberbühler als neuen Gemeindepräsidenten sowie Esther Nietlispach als Primarschulratspräsidentin. Beide nutzen die Chance, sich der Ortspartei vorzustellen, ihre Motivation für die Kandidatur darzulegen und Fragen zu beantworten. Der parteilose Zuberbühler ist sechsfacher Familienvater, Schul- und Gemeindepräsident in seiner aktuellen Wohngemeinde Wasterkingen sowie, seit sieben Jahren, Geschäftsführer einer Frauenfelder Holzbaufirma. Wobei er zuvor verschiedene Führungsaufgaben im Holz- und Baustoffhandel wahrgenommen habe, wie er sagte.

Der Wechsel nach Niederhelfenschwil wäre für ihn nicht nur eine berufliche Herausforderung, die es ihm ermöglichte, sich mit seinem Wissen einzubringen, mit Vertretern verschiedener Institutionen zusammenzuarbeiten und gemeinsam mit den Menschen in den Dörfern mehrheitsfähige Lösungen zu erarbeiten. Der 44-Jährige sieht darin auch einen bewussten Neustart in den zweiten Lebensabschnitt.

Zuberbühler tritt gegen Damian Gahlinger. Der Einheimische wird von der SVP unterstützt und hatte sich bereits früh um das Amt des zurücktretenden Gemeindepräsidenten Simon Thalmann beworben. Gestern nutzte er als Gast die Chance, etwas Wahlwerbung in eigener Sache zu betreiben.

Esther Nietlispach will Gemeinderätin und Schulratspräsidentin werden.

Esther Nietlispach will Gemeinderätin und Schulratspräsidentin werden.

Dagegen will Esther Nietlispach dem Weg treu bleiben, den sie einst mit der Wahl in den Primarschulrat eingeschlagen hatte. Während zwei Legislaturen war sie dem Amt treu geblieben, dreieinhalb Jahre lang der Jugendmusikschule Wil-Land, an der sie als Schulleiterin tätig war. In den vergangenen fünf Jahren baute die 54-Jährige, gemeinsam mit ihrem Mann Eugen, die Firma Nietlisbach Unternehmensberatung AG auf.

Derzeit einzige Kandidatin

Derzeit ist sie die einzige Kandidatin für das Amt «Über eine Wahl würde ich mich extrem freuen», sagte sie gestern. Obwohl sie der Herausforderung durchaus mit Respekt begegne: «Ich kenne die Schule zwar, bin mit vielen Themen im Ansatz vertraut. Das behördliche Gesicht der Primarschulgemeinde zu sein, Geschäfte und Entscheide nach aussen zu vertreten, sei jedoch Neuland für sie. Doch gerade das sei ja reizvoll. Auch Esther Nietlispach wurde von der Findungskommission portiert.

FDP will Wähleranteil steigern

Die Behandlung der statutarischen Traktanden blieb Formsache. Wobei Präsident Högger in seinem Jahresbericht ein klares Ziel formulierte: die Steigerung des Wähleranteils. Das achtbare Ergebnis der Kantonsratswahlen könne nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Anstrengungen der Partei von der Wählerschaft schlecht honoriert würden. «Von den 11'700 Listenstimmen aus der Gemeinde Niederhelfenschwil gingen 1507 oder 15 Prozent an die FDP. Hingen entfielen 4290 Stimmen an die SVP oder 3089 auf die CVP.»