FDP möchte ihre acht Sitze halten

Die Freisinnigen nominierten die Kandidierenden für die Wahlen ins Stadtparlament von diesem Herbst. Ziel ist es, mit einer 20 Namen umfassenden Liste anzutreten. Die Partei geht mit den Jungfreisinnigen eine Listenverbindung ein. Stadtrat Daniel Meili kandidiert erneut.

Philipp Haag
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Die Kandidatinnen und Kandidaten der FDP und der Jungfreisinnigen für die Wahlen in die Wiler Legislative. (Bilder: Philipp Haag)

Die Kandidatinnen und Kandidaten der FDP und der Jungfreisinnigen für die Wahlen in die Wiler Legislative. (Bilder: Philipp Haag)

WIL. Die FDP Wil geht mit Rückenwind in die Wahlen für das Stadtparlament. Davon ist Adrian Bachmann überzeugt. Der Stadtparlamentarier leitet den Wahlstab für den Wahlgang vom 25. September. Den Schwung macht er an den vergangenen Wahlen fest, als die FDP im Februar ihre Anzahl Sitze im Kantonsparlament von 22 auf 26 erhöhen konnte und im April Marc Mächler in den Regierungsrat gewählt wurde. Dass die FDP Rückenwind, aber auch Engagement der Mitglieder benötigt, um ihre Ziele zu erreichen, «da der Trend kein Selbstläufer ist», wie Parteipräsident Jigme Shitsetsang sagte, verheimlicht Bachmann nicht, «da die Konstellation nicht ganz einfach ist». Die Legislative wird von 45 auf 40 Mitglieder verkleinert. Trotz dieser schwierigen Ausgangslage strebt die FDP das Halten der acht Sitze an. Bis anhin stellen sich 16 Mitglieder zur Verfügung. Der Wahlstab erhielt an der Nominationsversammlung vom Dienstagabend die Kompetenz, weitere Kandidierende zu benennen. «Ziel ist es, mit einer 20er-Liste anzutreten», sagte Bachmann. Von den Bisherigen kandidieren sieben erneut (siehe Kasten), einzig Eugen Melliger verzichtet.

Die FDP geht eine Listenverbindung mit den Jungfreisinnigen ein, die neun Kandidatinnen und Kandidaten stellen. Wie deren Präsident Jannik Schweizer ausführte, möchten die Jungpolitiker den Sitz von Marc Flückiger verteidigen. Dieser tritt nun auf der FDP-Liste an.

Keine zweite Kandidatur

Der Vertreter der Freisinnigen in der Stadtregierung, Daniel Meili, kandidiert erneut. Es seien Überlegungen angestellt worden, mit einer zweiten Kandidatur anzutreten, sagte Wahlstableiter Bachmann. Die Partei sah dann aber davon ab, «weil eine Kandidatur nicht sehr erfolgversprechend ist, wenn alle fünf Stadträte wieder ins Rennen steigen». Stadtpräsidentin Susanne Hartmann und Stadtrat Marcus Zunzer sind von ihrer Partei, der CVP, bereits nominiert worden, die parteilose Schulratspräsidentin Jutta Röösli hat ihren Antritt ebenfalls schon bekanntgegeben. «Ich habe nach wie vor Freude an der Arbeit», benennt Meili seine Motivation. In der Behörde herrsche eine gute Zusammenarbeit. «Wir können noch viel bewegen.» Meili verfolgt auch mit den Technischen Betrieben Wil einige Ziele. Als Beispiel nennt er die ökologische Gasreform, die weiter vorangetrieben werden soll, und die Fernwärme, die ins Portfolio der TBW aufgenommen werden soll.

Investitionsquote anheben

Welche Ziele die freisinnigen Stadtparlamentarier anstreben, zeigte Fraktionschef Mario Breu auf: den Finanzhaushalt der Stadt im Lot halten, das Synergiepotenzial der Vereinigung von Wil mit Bronschhofen umsetzen und neu die Investitionsquote anheben, da sie im vergangenen Jahr lediglich bei 45 Prozent der geplanten Projekte lag.

FDP-Wil-Präsident Jigme Shitsetsang im Gespräch mit dem Kandidaten für die Stadtregierung, Daniel Meili.

FDP-Wil-Präsident Jigme Shitsetsang im Gespräch mit dem Kandidaten für die Stadtregierung, Daniel Meili.

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