FC Zuzwil könnte künftig in Weieren spielen: Studie rechnet mit Platzbau- und Infrastrukturkosten von knapp fünf Millionen Franken

Die Fussballplätze von Züberwangen und Zuzwil könnten in Weieren zusammengelegt werden. Dies zeigt eine Studie auf. Voraussetzung dafür sind allerdings erfolgreiche Landverhandlungen sowie das Einverständnis der Stimmbürgerschaft. Bis zur Umsetzung eines Projekts dürfte es folglich noch dauern.

Andrea Häusler
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Die rund 400 Mitglieder des FC Zuzwil spielen heute in Züberwangen (Bild) und an der Herbergstrasse in Zuzwil.

Die rund 400 Mitglieder des FC Zuzwil spielen heute in Züberwangen (Bild) und an der Herbergstrasse in Zuzwil.

Archivbild: Ursula Ammann

(ahi/gk) Im Zusammenhang mit der Entwicklung des Schulareals hat der Zuzwiler Gemeinderat vor sechs Jahren die Meinungen von Politik, Sport, Privatpersonen, Vereinen, Ortsplanern sowie dem Amt für Raumentwicklung und Geoinformation (AREG) festgehalten, Abklärungen getroffen und Prioritäten gesetzt. Die Spiel-, Begegnungs- und Pausenplätze sowie die zusätzlichen Parkplätze auf dem Schulareal beziehungsweise bei der Sporthalle sind inzwischen umgesetzt. Offen sind noch die Realisierung einer neuen Rasensportanlage sowie einer Beachvolleyballanlage.

Aktuelle Situation unbefriedigend

Den rund 400 Mitgliedern des Fussballclubs Zuzwil steht in Züberwangen und Zuzwil je ein Rasenspielfeld zur Verfügung. Die heutigen Platzverhältnisse reichen nicht mehr aus. Die beiden Anlagen erfüllen die Normen des Bundesamtes für Sport und die Richtlinien des Ostschweizer Fussballverbandes nicht, wird im neusten Mitteilungsblatt der Gemeinde festgehalten.

Die gewünschte Zusammenlegung der zwei Rasensportanlagen ist im Investitionsprogramm der Gemeinde für die nächsten Jahre enthalten. Mit der Genehmigung des Budgets 2020 hat die Bevölkerung einen Betrag von 30‘000 Franken für eine Machbarkeitsstudie «Rasensportanlage» bewilligt. Diese liegt nun vor. Der Schwerpunkt wurde dabei auf Rasenspielfelder beim Schulareal an der Herbergstrasse sowie im Gebiet «Bürgerguet» in Weieren gelegt. Die Studie zeigt die Standortmöglichkeiten für zwei Normspielfelder (je ein Rasen- und Kunstrasenspielfeld) inklusive Infrastrukturen (Garderoben, Office, Materialraum, Parkplätze usw.) auf.

Zusammenfassend ergibt sich, dass die Fläche beim Schulareal mit anschliessender Landfläche zu klein ist, um zwei normengerechte Rasenspielfelder umzusetzen. Aufgrund von Richtofferten wurde auch ein Kostenvoranschlag berechnet – approximativ liegen diese bei knapp fünf Millionen Franken.

Standort Weierenstrasse

Beim möglichen Standort «Bürgerguet» zeigt die Studie, dass es verschiedene Möglichkeiten gäbe, wie die Rasenspielfelder mit möglichst geringem Landverbrauch erstellt werden könnten. Empfehlenswert ist eine Nord-Süd-Ausrichtung, um Blendwirkungen möglichst zu vermeiden. Bei zwei Varianten besteht der Unterschied lediglich in der Positionierung der geplanten Fussballplätze. Bei einer Variante kämen die Fussballplätze im Anschluss an das Wohn- und Pflegeheim Lindenbaum zu stehen, während bei der anderen Variante eine Realisierung direkt anschliessend an die Gewerbe- und Industriebauten in Frage käme. Der Gemeinderat bevorzugt die vertiefte Prüfung der zweiten Variante.

Freihaltebereich wäre möglich

Der Ortsplaner führte bereits im Vorfeld eine Grobstudie für eine mögliche Realisierung der Rasensportanlage im Gebiet «Bürgerguet» und an der Herbergstrasse durch. Gemäss Vorprüfung des Amtes für Raumentwicklung und Geoinformation (AREG) wäre eine Rasensportanlage im Gebiet «Bürgerguet» grundsätzlich möglich. Allerdings könnte die Umzonung in einen Freihaltebereich als «Grünzone Sport» erst mit einem konkreten Projekt und einem Grundsatzentscheid der Bevölkerung in Aussicht gestellt werden.

Im Richtplan enthalten

Im verabschiedeten Richtplan sind die getroffenen Absichten enthalten. So soll ein Teil des Rasenspielfelds in Züberwangen (entlang der Kantonsstrasse) als mögliche «Arbeitszone» eingeteilt werden, der andere Teil verbleibt als Spielfläche für die bestehende Schulanlage. Das Rasenspielfeld an der Herbergstrasse soll auch weiterhin bestehen bleiben – als Freihaltefläche könnte sie später für eine Entwicklung des Schulareals eingesetzt werden. Die Fläche beim heutigen Gemeindewerkhof soll weiterhin für die Entwicklung «Wohnen / Arbeiten» reserviert bleiben.