FC WIL: «Wenn man siegt, waren die Entscheide richtig»

Mit einem 3:1-Heimerfolg gegen Xamax ist der FC Wil nach zuvor drei sieglosen Partien auf die Siegesstrasse zurückgekehrt. Der Rückstand auf Leader Lausanne beträgt zumindest bis heute noch fünf Punkte. Wils Trainer Kevin Cooper zu Personalentscheidungen und zur Ausgangslage vor dem letzten Meisterschaftsdrittel.

Simon Dudle
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Unter Kevin Cooper ist der FC Wil in der IGP Arena noch unbesiegt. (Archivbild: Benjamin Manser)

Unter Kevin Cooper ist der FC Wil in der IGP Arena noch unbesiegt. (Archivbild: Benjamin Manser)

Herr Cooper, war das ein Spiel der letzten Chance, um doch noch an Lausanne heranzukommen?

Kevin Cooper: Der Sieg war wichtig für den Verein, denn wir haben unsere Ansprüche. Die Leistung war sehr gut. Wir haben den Ball gut gehalten und zeigten nach dem Rückstand eine starke Reaktion. Ich bin sehr glücklich, die drei Punkte gewonnen zu haben. Das ist ein Sieg, auf den wir seit drei Spielen gewartet haben.

Wie erklären Sie sich die markante Leistungssteigerung im Vergleich zu den letzten drei Spielen gegen Lausanne, Wohlen und auch Chiasso?

Cooper: In Chiasso war die Leistung über weite Strecken ebenfalls gut. Wir kreierten uns im Tessin in der ersten Stunde Chancen, nutzten sie aber nicht. Wie heute gegen Xamax. Wichtig war, dass Innenverteidiger Egemen Korkmaz und Stürmer Mert Nobre zurückgekehrt sind. Wir hatten eine gute Balance, spielten mit mehr Intelligenz, trafen die richtigen Entscheidungen und waren als Team gut. In der ersten Halbzeit fehlte es noch an Qualität in der gefährlichen Zone.

Sie haben in der Startformation wiederum einige Wechsel vorgenommen. Ihre Überlegungen?

Cooper: Es war das zweite Spiel innerhalb von fünf Tagen und wir brauchten Frische. Es ist meine Aufgabe, für jedes Spiel das richtige Personal auszuwählen. Heute sind wir nach dem 0:1 nicht in Panik verfallen und haben die richtigen Auswechslungen vorgenommen. Wenn man siegt, waren die Personalentscheidungen richtig.

Einwechselspieler Erhan Yilmaz erzielte in seinem 25minütigen Einsatz zwei Tore und wurde zum Matchwinner.

Cooper: Er ist ein Talent. Es ist unser Ziel, dass aus ihm ein kompletter Fussballer wird. Aber das ganze Team ist voll mit talentierten Spielern.

Challenge-League-Topskorer Jocelyn Roux stand zum zweitenmal hintereinander nicht in der Startformation und wurde dieses Mal gar nicht eingesetzt. Wieso?

Cooper: Das ist Fussball. Es stehen 26 Spieler zur Verfügung. Sie alle wollen spielen und es ist meine Aufgabe, den Club möglichst erfolgreich zu machen.

Wil liegt nun fünf Punkte hinter Leader Lausanne-Sport, hat aber schon zwei Spiele mehr ausgetragen. Was ist noch drin im letzten Meisterschaftsdrittel?

Cooper: Es sind noch viele Spiele zu spielen und zahlreiche Punkte zu gewinnen. Der Sieg gegen Xamax war wichtig und eine schöne Belohnung für alle, die hart für den Erfolg arbeiten. Damit haben wir den Druck auf Lausanne erhöht.