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FC-Wil-Präsident Maurice Weber: «Wir müssen jeden Franken umdrehen»

Der FC Wil verpflichtet Ciriaco Sforza als Cheftrainer und will sich mit ihm national wie international als Top-Ausbildungsverein etablieren. Fragt sich, ob die Mittel dazu ausreichen. «Ja», sagt FC-Wil-Präsident Maurice Weber, «wenn wir es richtig machen.»
Hans Suter
Verwaltungsratspräsident Maurice Weber: «Wir mussten den Richtigen finden. In Ciriaco Sforza haben wir ihn gefunden, davon bin ich überzeugt.» (Bild: Urs Bucher)

Verwaltungsratspräsident Maurice Weber: «Wir mussten den Richtigen finden. In Ciriaco Sforza haben wir ihn gefunden, davon bin ich überzeugt.» (Bild: Urs Bucher)

Maurice Weber scheint nichts mehr so schnell zu erschrecken. Nach den türkischen Investoren, die in Wil ein Desaster angerichtet und sich über Nacht aus dem Staub gemacht haben, musste der Verwaltungsrat – damals noch unter dem Präsidium von Roger Bigger – den Wiler Traditionsverein vor dem Ruin retten. «Es ist ein Wunder, dass wir überlebt haben», sagt Maurice Weber rückblickend.

Nur noch im Mittelfeld

Aktuell steht der FC Wil an einem ganz anderen Punkt, sowohl sportlich als auch wirtschaftlich. Sportlich legte das Challenge-League-Team eine grandiose erste Saisonhälfte hin, die sogar zu Aufstiegsträumen verleitete. Seit dem Beginn der Rückrunde läuft es den Wilern aber nicht mehr nach Wunsch, was mit 35 Punkten aktuell den 6. Tabellenrang (19 Punkte hinter Leader Servette und 9 Punkte hinter dem Zweitplatzierten Lausanne) und die Freistellung von Trainer Konrad Fünfstück bedeutet. Wirtschaftlich wird streng nach unternehmerischen Grundsätzen gearbeitet.

700'000 Franken aus Transfererlösen

Das Jahresbudget des FC Wil beläuft sich laut Maurice Weber auf rund 2,6 Millionen Franken. «Wir müssen jeden Franken umdrehen, wenn wir eine Anstellung tätigen», sagt der Unternehmer, der privat eine Firma mit 80 Mitarbeitenden führt. Mit 800'000 bis 1'000'000 Franken ist das Sponsoring die wichtigste Einnahmequelle. Die Erlöse aus Eintritten und Catering dagegen belaufen sich nur gerade auf 10 Prozent des Jahresbudgets. Sehr bedeutend sind die Transfererträge mit rund 700'000 Franken. Genau an diesem Punkt will die Vereinsführung ansetzen.

Top-Ausbildungsclub sein

Damit begründet der FC Wil auch das Engagement von Ciriaco Sforza (49) als Cheftrainer und Daniel Hasler (44) als Assistent. Das Ziel lautet: Den FC Wil national wie international als Top-Ausbildungsclub zu etablieren. «YB und Basel interessieren sich für uns genauso wie Freiburg und Borussia Mönchengladbach», sagt Maurice Weber. Aktuell habe der FC Wil zwölf Nationalspieler in seinen Reihen. «Bislang haben es 50 FC-Wil-Spieler Spieler in die Liga geschafft», sagt Maurice Weber nicht ohne Stolz.

Profitabilität als möglich erachtet

Fragt sich, ob ein Club wie der FC Wil in Zukunft profitabel arbeiten kann. «Ja», sagt Weber, «wenn wir es richtig machen.» Er achte darauf, dass nach unternehmerischen Massstäben gearbeitet und gehandelt werde. «Das heisst auch, dass das Budget eingehalten wird», betont er. Dies im Bewusstsein, dass das Budget des FC Wil zwölfmal kleiner ist als jenes von Lausanne und achtmal kleiner als jenes von Aarau. «Zur Zeit der türkischen Investoren war es umgekehrt», fügt Weber mit Augenzwinkern hinzu.
Seinen ersten Einsatz mit Sforza als Trainer hat der FC Wil heute Dienstagabend um 19 Uhr auswärts gegen Vaduz.

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