FC Flawil meldet sich zurück

Flawil gewinnt gegen Wängi mit 2:0. Es kann zwei spielentscheidende Fehler der Thurgauer ausnützen und verkürzt den Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz auf nur noch zwei Punkte.

David Metzger
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FUSSBALL. Dem FC Flawil genügte eine passable, kämpferische und fehlerfreie Mannschaftsleistung, um gegen ein bescheidenes Tabellenschlusslicht drei Punkte einzufahren. Mit zwei haarsträubenden Aussetzern in den eigenen Reihen bugsierte sich der FC Wängi fast im Alleingang auf die Verliererstrasse.

Eigentor nach Rückpass

Den ersten Fauxpas leisteten sich die Wängemer nach etwas mehr als einer halben Stunde. Im Versuch, das Spiel etwas zu beruhigen, spedierte Innenverteidiger Manuel Germann den Ball aus rund zwanzig Metern flach zurück zu seinem Torhüter. Nur erwischte er seinen Schlussmann komplett auf dem falschen Fuss. Roman Meiler stand zu weit entfernt und hatte keine Möglichkeit mehr, dem Malheur noch entgegenzuwirken. Zu seinem Entsetzen kullerte der Ball in die Maschen. Verfrühte Weihnachten in Flawil.

Geduld aufgebracht

Nichtsdestotrotz verdiente sich der FC Flawil die Führung. Das Heimteam liess den Ball gut in seinen eigenen Reihen zirkulieren, spielte geduldig und wusste den Vorteil des Kunstrasenspielfeldes auszunützen. Es vermochte auch mit gelungenen Aktionen im Angriff aufzuwarten. Derweil war vom FC Wängi mit Ausnahme eines Schusses in den Startminuten nicht viel zu sehen.

Bärendienst an seinem Team

Die Thurgauer, die befristet für die letzten beiden Spiele mit Interimstrainer Andreas Hasler an der Seitenlinie aufliefen, nahmen sich zur Halbzeitpause trotz des bitteren Gegentreffers noch einmal viel vor, schlugen sich in der Folge aber gleich selber wieder. Stürmer Thomas Fässler leistete seiner Mannschaft einen Bärendienst, als er sich zwei Minuten nach Wiedereröffnung zu einer dummen Tätlichkeit hinreissen liess und so das taktische Konzept seines Teams gleich wieder über den Haufen warf. Zwar stemmten sich die Wängemer auch mit einem Mann weniger gegen die drohende Niederlage. Wirkliche Torchancen erspielten sich die Thurgauer aber nicht mehr.

Chancen durch Konter

Je länger das Spiel dauerte, desto offensiver agierte Wängi. Das lud zum Kontern ein. Insbesondere die frisch eingewechselten Ramon Imper und Robertino Bulic sorgten in der Folge für hochkarätige Torchancen. Eine davon wusste Tsega Khangsar irgendwie über die Linie zu drücken. Es stellte die Entscheidung im Kellerduell dar. Dank dieses Erfolgs rückt Flawil bis auf zwei Punkte auf einen Nichtabstiegsplatz heran und festigt gleichzeitig den Posten von Domenico Esposito als Cheftrainer.