Faustball: Rickenbach-Wilen schafft Ligaerhalt trotz vieler Fehler

Das NLA-Team der Faustballgemeinschaft Rickenbach-Wilen hat es verpasst, sich fürs Finalturnier zu qualifizieren. Nach vier Niederlagen in den letzten vier Partien der Qualifikation beenden die Hinterthurgauer die Hallenmeisterschaft auf Rang fünf.

Herbert Brägger
Hören
Drucken
Teilen
Simon Stäbler, Angreifer von Rickenbach-Wilen (rechts), blockt einen Angriff im Heimspiel gegen Diepoldsau.

Simon Stäbler, Angreifer von Rickenbach-Wilen (rechts), blockt einen Angriff im Heimspiel gegen Diepoldsau.

PD

Die offene Tabellenlage vor der letzten Doppelrunde der Qualifikation und die guten Leistungen liessen dem NLA-Team der Faustballgemeinschaft Rickenbach-Wilen drei Optionen offen. Die Hinterthurgauer liebäugelten mit der attraktivsten – sie wollten die Chance zur Teilnahme am Finalturnier nutzen. Der Ligaerhalt und der Abstieg waren nur am Rande ein Thema.

Am Samstag begann Rickenbach-Wilen in Müllheim erwartungsgemäss mit einer Niederlage gegen das Spitzenteam aus Oberentfelden. Noch war nichts verloren, denn es folgte das Schlüsselspiel gegen das punktgleiche Elgg- Ettenhausen. Ein Sieg hätte den Weg ins Finalturnier weiter offen gehalten – vor allem wäre der Ligaerhalt vorzeitig gesichert gewesen.

Daniel Baumgartner, Angreifer von Rickenbach-Wilen (rechts), überzeugt im Spiel gegen Wigoltingen mit seiner Athletik.
3 Bilder
Schlagmann Philipp Jung spielt bei seinem Comeback auf, als wäre er nie weg gewesen.
Das NLA-Team von Rickenbach-Wilen vor dem Spiel gegen Diepoldsau (von links): Captain Silvan Jung, Walter Gantenbein, Daniel Baumgartner,  Simon Stäbler, Pascal Holenstein, Philipp Jung und Yannic Wild.

Daniel Baumgartner, Angreifer von Rickenbach-Wilen (rechts), überzeugt im Spiel gegen Wigoltingen mit seiner Athletik.

PD

Rickenbach-Wilen lag nach drei Sätzen 2:1 vorne. Weil aber das Team in der Folge zu fehlerhaft agierte und der Gegner diese Schwächen ausnutzte, resultierte eine 2:3-Niederlage in dieser kapitalen Partie.

Bedeutungslose Schlusspartie gegen Wigoltingen

Am Sonntag in Wilen hätte für den Gastgeber viel zusammenpassen müssen, um sich noch fürs Finalturnier zu qualifizieren. In der Partie setzte es gegen das zweite Spitzenteam wenig überraschend die nächste Niederlage ab – 0:3. So musste der Fokus endgültig auf den Ligaerhalt gerichtet werden. Weil der Tabellenletzte Wigoltingen aber ebenfalls verlor, war der Ligaerhalt bereits vor der abschliessenden Direktbegegnung Tatsache.

Absteiger Wigoltingen gewann die enge Partie in fünf Sätzen. Simon Forrer, Trainer von Rickenbach-Wilen, war enttäuscht: «Zum Glück haben wir den Ligaerhalt geschafft. Wir waren zu verkrampft und spielten mit zu viel kleinen Fehlern.» Forrer ergänzte:

«Gegen die nationale Spitze genügt es nicht, nur phasenweise gut zu spielen – hier sehe ich Handlungsbedarf.»

Rickenbach-Wilen beendet die Hallenmeisterschaft auf Rang fünf: hinter den vier Finalisten Oberentfelden, Diepoldsau, Elgg-Ettenhausen, Widnau und vor Wigoltingen.